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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. März 2019

Forschungsprojekt: „GO Karlsruhe“ lenkt

DYNAMISCH empfiehlt die Anzeigetafel entweder die Umfahrung oder eine rücksichtsvolle Durchfahrt der Erbprinzenstraße. Foto: pr

DYNAMISCH empfiehlt die Anzeigetafel entweder die Umfahrung oder eine rücksichtsvolle Durchfahrt der Erbprinzenstraße. Foto: pr

 

Reallabor testet dynamische Anzeigen für Radverkehr

Ein Realexperiment können Karlsruherinnen und Karlsruher seit Anfang März in der Fußgängerzone um den Ludwigsplatz in der Erbprinzen- und Waldstraße miterleben: Als Teil des Forschungsprojektes „GO Karlsruhe“ der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft lenken dynamische Anzeigen den Radverkehr.

Sind etwa viele Fußgänger unterwegs, erscheint die Empfehlung auf dem Display, die City-Route-Süd zu nutzen. Diese führt über die Herrenstraße und die Amalienstraße und ist durch die grünen City-Route-Tafeln beschildert. Ist das Fußgänger-Verkehrsaufkommen überschaubar, wird die rücksichtsvolle Durchfahrt durch die Fußgängerzone angeregt. Bereits im vergangenen Sommer wurden in der Erbprinzenstraße Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsbegrenzung installiert. Die Anzeigen ergänzen dies nun und sollen zu einem besseren Miteinander zwischen Fußgängern und Radfahrern führen.

Zum Hintergrund: Teile der Wald- und Erbprinzenstraße, die als Fußgängerzonen ausgewiesen sind, dürfen auch auf dem Rad genutzt werden – allerdings eigentlich nur im Schritttempo und mit Rücksicht auf Fußgänger. Dass dies nicht immer der Fall ist, wurde jedoch mehrfach über die „GO-Karlsruhe“-App gemeldet. Auch eine Befragung anhand interaktiver Poster bestätigte die angespannte Situation zwischen den Verkehrsteilnehmenden. Wie auch bei bisherigen Realexperimenten kann jeder vor Ort per Knopfdruck Rückmeldung und auch über interaktive Poster in Form von Lach- oder Schmollsymbolen seine Meinung abgeben.

Zudem wird das Realexperiment von Zählungen des Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehrs sowie durch Verkehrsbeobachtungen begleitet. Das Experiment dauert bis Mitte April, anschließend werden die Beobachtungen ausgewertet. „GO Karlsruhe" wird vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert und in Kooperation mit der Stadt und weiteren Unterstützern durchgeführt. -red-

 
 

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