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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. April 2019

Naturschutzzentrum: Heimat für Molche und Frösche

KLEINE DRACHEN OHNE FEUER: Kammmolche und andere heimische Amphibien sind noch bis Juni im NAZKA zu sehen. Foto: gem

KLEINE DRACHEN OHNE FEUER: Kammmolche und andere heimische Amphibien sind noch bis Juni im NAZKA zu sehen. Foto: gem

 

Der Oberrhein ist Lebensraum für viele verschiedene Tierarten, allen voran natürlich diejenigen, die das Leben im und am Wasser schätzen.

Besonders Amphibien fühlen sich offensichtlich wohl hier, denn von den 21 in Deutschland lebenden Arten sind allein 18 am Oberrhein zu Hause, darunter so illustre Vertreter wie Laubfrosch, Wechselkröte, Kammmolch oder Gelbbauchunke. In der jüngst eröffneten Sonderausstellung „Frösche und Molche am großen Fluss“, die noch bis zum 2. Juni im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört (NAZKA) zu sehen ist, können heimische Amphibien in naturnah gestalteten Terrarien und Aquarien genauer unter die Lupe genommen werden.

„Wer die Ausstellung besucht, erfährt, ob Kammmolche giftig sind, warum Erdkröten im Frühjahr über die Straße wandern oder ob der Laubfrosch wirklich ein Wetterprophet ist. Wir wollen die Menschen für die Vielfalt am nördlichen Oberrhein begeistern – und ihnen zeigen, wie sie diese selbst erhalten können“, erklärte NABU-Projektmitarbeiter Martin Klatt. Vor allem Kinder und Familien werden angesprochen, können die Lebenswelt vieler Frosch- und Krötenarten an interaktiven Stationen kennenlernen. Zur Eröffnung kamen deshalb auch Kinder der Grundschule Daxlanden, die beim Füttern mithelfen durften und zuvor mit Karlsruhes Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach sowie dem NAZKA-Geschäftsführer Andreas Wolf allerhand Wissenswertes zur Ausstellung besprachen.

„Auch wir Menschen machen es den Amphibien manchmal schwer“, betonte Lisbach und sprach damit die vielen Gefahren an, die durch Straßenverkehr, Bebauung, Gewässerveränderung oder Landwirtschaft entstünden. Die neue Ausstellung könne nun dazu beitragen, die breite Bevölkerung für die schützenswerte Natur in der Region zu sensibilisieren. Infos und Öffnungszeiten auf www.nazka.de. -gem-

 
 

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