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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. April 2019

Tourismus: Weniger Übernachtungen

Betriebsschließungen verhageln Tourismusbilanz 2018

Der seit 2010 anhaltende positive Wachstumstrend auf dem Karlsruher Tourismusmarkt hat sich 2018 erstmals nicht weiter fortgesetzt. Nach Angaben des Amts für Stadtentwicklung sank die Zahl der Gäste-Ankünfte gegenüber dem Vorjahr um 10.900 beziehungsweise 1,6 Prozent auf 658.668.

Auch das Übernachtungsergebnis verringerte sich gegenüber 2017 um 28.700 beziehungsweise 2,5 Prozent auf 1.139.836 Übernachtungen. „Diesen Rückgang bei den Gästebuchungen muss man vor dem Hintergrund beurteilen, dass das Vergleichsjahr 2017 mit einer Steigerung der Übernachtungen um sechs Prozent überdurchschnittlich gut ausgefallen war. Aber sicherlich haben auch die unterschiedlichen Betriebsschließungen in Karlsruhe 2018 spürbaren Einfluss auf das Übernachtungsergebnis“, erläutert der Geschäftsführer KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, Klaus Hoffmann. Dazu zähle der seit Oktober 2017 geschlossene Campingplatz. Auch die Schließung des A&O-Hotels am Bahnhof mit mehr als 100 Zimmern wirke sich negativ aus.

Im Gegensatz zu den Betriebsarten Hotel garni, Gasthof und sonstiger Betrieb kann die Sparte der Hotels Zuwächse bei den Gäste-Ankünften und Übernachtungen von jeweils 3,3 Prozent verbuchen. Karlsruhes 3-Sterne-Betriebe haben 2018 das beste Übernachtungsergebnis erzielt: Mit 433.000 Übernachtungen entfielen auf diese Betriebe nicht nur die meisten Übernachtungen insgesamt, sie erzielten auch die größte Zunahme von rund 18.800 Übernachtungen (+4,5 Prozent) „Auch wenn der Wachstumstrend der letzten Jahre unterbrochen ist, so spiegelt das positive Ergebnis bei den 3- und 4- Sterne-Häusern die Prognosen des Hotelgutachtens von 2016 wieder, das gerade in diesem Bereich Nachholbedarf für Karlsruhe sieht“, führt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz aus.

Drei von vier Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben wurden von Gästen aus Deutschland gebucht. An der Zusammensetzung der ausländischen Gäste hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig verändert. An der Spitze lagen Gäste aus den Niederlanden (26.000) und der Schweiz (25.500). Besucher aus Asien kamen seltener in die Fächerstadt. Besonders Gäste aus China, Israel, den arabischen Golfstaaten und Indien buchten zwischen 20 und 35 Prozent weniger Übernachtungen. -red-

 
 

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