Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Juni 2019

Bürgerbeteiligung: "Oberer Säuterich" in Durlach-Aue

IN AUE entsteht (im Bild oberhalb der B3) ein neues Wohnquartier. So will es der nun vorgestellte Rahmenplan, die folgenden Schritte sind mit weiterer Bürgerbeteiligung umfassend vorbereitet. Foto: Fränkle

IN AUE entsteht (im Bild oberhalb der B3) ein neues Wohnquartier. So will es der nun vorgestellte Rahmenplan, die folgenden Schritte sind mit weiterer Bürgerbeteiligung umfassend vorbereitet. Foto: Fränkle

 

Orte der Begegnung schaffen / Bebauungsplanverfahren soll bald starten / Weniger Wohneinheiten, grüner Charakter

Im "Oberen Säuterich" in Durlach-Aue entsteht ein neues Wohnquartier. Mit Bürgerbeteiligung begleitet die Stadt seit Anfang 2018 die Rahmenplanung auf Basis des Siegerentwurfs. In der Karlsburg informierte das Stadtplanungsamt nun zum Ergebnis, gab Ausblick auf das Bebauungsplanverfahren.

Ortschaftsrat, Planungsausschuss und Gemeinderat hatten dem Rahmenplan und dem folgenden Bebauungsplanverfahren zugestimmt, das im Sommer starten soll. Einen Abriss über den Stand der Dinge gab der stellvertretende Ortsvorsteher Martin Pötzsche. So soll ein Quartiersplatz entstehen, der eine vielfältige Aufenthaltsqualität bietet: "Grüne Fugen", Wohnhöfe und Gärten sollen das Areal aus unterschiedlichen Haustypen gliedern. Den Abschluss bildet ein Park mit Rückzugsflächen.

Kritik hatte es während des Beteiligungsverfahrens an der Bebauungsstruktur mit 480 Wohneinheiten und der städtebaulichen Dichte gegeben. Dies sei in der Planung aufgegriffen worden. Auch die Gebäudehöhen wurden beim Siegerentwurf von K9 Architekten überarbeitet. Nach dem Rahmenplan sieht es so aus: Es entstehen 385 Wohneinheiten, zudem ein Pflegeheim mit 75 Plätzen und eine sechsgruppige Kita. "Der viergeschossige Wohnungsbau südlich der Karpatenstraße am Quartiersplatz wurde auf drei reduziert, zudem die Kubatur eines Reihenhauses auf die eines Doppelhauses reduziert, was den Abstand zu den Nachbarn vergrößert", so Pötzsche. Beim Verkehr sind eine Gebietsausfahrt zur B3 in Verlängerung der Steiermärker Straße, ein Radweg auf der Nordseite der B3 mit Verknüpfung nach Aue sowie Fuß- und Radwegverbindung zu einer möglichen Tramhaltestelle an der Einmündung B3 / Fiduciastraße geplant. "Es entsteht hier ein Wohnquartier mit einer gesunden sozialen Mischung und unterschiedlichen Wohntypen. Dies wird eine Bereicherung für Aue. Ihre Hinweise sind in die Planung mit eingeflossen", schloss Pötzsche. Manfred Piribauer (K9 Architekten) zur Planung: "Wir bauen für Familien, Alleinlebende, WGs. Für jene wollen wir im Quartier Orte der Begegnung schaffen." Vernetzte Fußwege, Grünflächen, Café und Kita in zentraler Lage sollen zu einer kommunikativen und qualitativen Situation beitragen. Autos (412 Stellplätze) sind weitgehend in einer Tiefgarage untergebracht. "Die Planung in Höhe und Dichte wurde reduziert."

Über die weitere Vorgehensweise informierte Sigrun Hüger (Stadtplanungsamt). Nach dem Rahmenplan folgt das Bebauungsplanverfahren – mit Beteiligung der Öffentlichkeit, öffentlicher Auslegung, Umlegungsverfahren und Satzungsbeschluss. Ein großes Thema sei der Artenschutz, eine seltene Krötenart muss umgesiedelt werden. Hinzu kommt das Lärmschutzgutachten. "Bis die Bagger, rollen wird es noch etwas dauern." Möglicher Baubeginn: 2023. In der Diskussion kamen Themen wie Vergabekriterien oder Entwässerung auf. Toralf Kramer (Tiefbauamt) erläuterte, die Grünflächen speicherten Regenwasser speichern. Verkehrsplaner Stefan Schwartz sagte, die Verkehrsführung sei auch für die neuen Niederlassungen von IKEA und dm bei / in Durlach gerüstet. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe