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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Juni 2019

Umwelt: Alb als naturnaher Stadtfluss

RENATURIERT ist ein weiterer Abschnitt der Alb rund um die Albkapelle in Grünwinkel. Symbolisch pflanzten BM Fluhrer (Mitte), Karin Armbruster und Tobias Pfister zum Abschluss einen Baum. Foto: MMG

RENATURIERT ist ein weiterer Abschnitt der Alb rund um die Albkapelle in Grünwinkel. Symbolisch pflanzten BM Fluhrer (Mitte), Karin Armbruster und Tobias Pfister zum Abschluss einen Baum. Foto: MMG

 

Renaturierungsmaßnahme an Kapelle in Grünwinkel abgeschlossen

Lebensraum für Tiere und Pflanzen – Erholungsort für Menschen. Diese oft gegensätzlichen Interessen wollen bei der naturnahen Umgestaltung von Gewässern berücksichtigt werden. In Karlsruhe arbeitet die Stadtverwaltung schon seit 1983 daran, der Alb wieder mehr Ursprünglichkeit zurückzugeben.

Aktuell hat das Tiefbauamt die Umgestaltung eines rund 650 Meter langen Abschnitts zwischen Eckener- und Zeppelinstraße abgeschlossen. Bürgermeister Daniel Fluhrer stellte das Ergebnis gemeinsam mit dem städtischen Tiefbauamt und Bürgervereinen der Öffentlichkeit vor. "Wir betreiben hier seit 35 Jahren vorbildlichen Umweltschutz", betonte er beim Vor-Ort-Termin an der Albkapelle Grünwinkel. In zwei Schritten ist der Abschnitt jeweils in den Winter- und Frühjahrsmonaten 2017 und 2019 renaturiert worden. Ökologisch entwickeln soll sich so der Fluss einschließlich seiner Uferbereiche. Dies hat im ersten Abschnitt bereits bestens funktioniert, hier brütet sogar ein Eisvogelpaar inmitten des Stadtgebiets. "Der Bereich ist so natürlich zugewachsen, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie es davor aussah", erklärte Tobias Pfister aus der Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau und Gewässer des Tiefbauamts erfreut.

Mit 85 Prozent bezuschusst wurde die Maßnahme über die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft vom Land. Selbst finanzieren musste die Stadt die Verlegung des Radwegs weg vom Ufer der Alb. Für Radler ein deutlicher Gewinn: Neu und asphaltiert bietet der Weg nicht nur höheren Fahrkomfort, sondern auch mehr Sicherheit. Engstellen unter den Straßenbrücken wurden baulich optimiert. Zudem können Alt- und Tothölzer im Uferbereich so verbleiben, ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen. Um die Umgestaltung symbolisch zum Abschluss zu bringen, pflanzten Fluhrer, Pfister und die Vorsitzende des Bürgervereins Grünwinkel, Karin Armbruster, einen Baum. Rundherum sind bereits Kräuter eingesät, die beim nächsten Regen beginnen werden, sich zu entwickeln. Hier entsteht dann genau jenes Grün, das sich auch natürlich entwickeln würde. Gekostet hat die Maßnahme insgesamt 620.000 Euro, davon flossen 220.000 als Zuschüsse hinein.

 
 

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