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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juli 2019

Alter Schlachthof: Noch mehr Möglichkeiten

DAS HERZSTÜCK DES ALTEN SCHLACHTHOFS: Die Fleischmarkthalle wurde für 1,5 Millionen Euro saniert. Ab Herbst steht sie hauptsächlich für Kunst- und Kultur wieder zur Verfügung. Foto Fränkle

DAS HERZSTÜCK DES ALTEN SCHLACHTHOFS: Die Fleischmarkthalle wurde für 1,5 Millionen Euro saniert. Ab Herbst steht sie hauptsächlich für Kunst- und Kultur wieder zur Verfügung. Foto Fränkle

 

Fleischmarkthalle auf dem Alten Schlachthof / Große Nachfrage für Veranstaltungen nach der Sanierung

Mit altem Charme und neuen Nutzungsmöglichkeiten steht die denkmalgeschützte Fleischmarkthalle aus dem Jahr 1887 auf dem Alten Schlachthof wieder vorwiegend als Veranstaltungsraum für Künstler und Kulturschaffende zur Verfügung.

„So soll es sein, so ist es fertig“, stellte Baubürgermeister Daniel Fluhrer bei der offiziellen Wiedereröffnung das sorgsame Vorgehen bei der Sanierung in den Vordergrund, bei der optisch nur wenig verändert wurde, um den Charakter des Hallenraums zum Zeitpunkt seiner Nutzung im bis 2006 laufenden Schlachtbetrieb zu bewahren. So sind nicht nur die Gusssäulen und Gewölbedecken mit den alten Transportschienen erhalten, auch die Wände durften in ihrem Urzustand bleiben. Der Schwerpunkt der rund 1,5 Millionen Euro teuren Investitionen lag auf der funktionalen Verbesserung. Mit einer Heizungs- und Lüftungsanlage und einer zweiten Verglasungsebene an den Fenstern ist die Halle nun auch in den Wintermonaten nutzbar. Weiter wurde ein Gussasphaltestrich eingebracht und die Raumakustik verbessert.

Nachdem sich die Halle vor der Sanierung bereits für verschiedene Kulturveranstaltungen bewährte, ist sie nunmehr nicht nur für Veranstaltungen bis zu 400 Besuchern nutzbar, mit Anbindung der alten Wursterei wurden zudem Funktionseinrichtungen und zwei vollständig ausgestattete Workshop-Räume hinzugewonnen. „Obwohl wir noch nicht dafür geworben haben, gibt es bereits eine starke Nachfrage für den ab Herbst laufenden Betrieb“, berichtet Klaus Lehmann, der Geschäftsführer der Karlsruher Fächer GmbH, die Bauherrin des 1,5 Millionen teuren Umbaus war und die Räume auch vermietet (Näheres unter https://alterschlachthof-karlsruhe.de) Die Priorität dabei haben öffentlich-kulturelle Veranstaltungen, es sind aber auch kommerzielle Veranstaltungen, sowie Privat- und Betriebsfeiern möglich.

„Die Fleischmarkthalle ist ein Paradebeispiel dafür, wie man alte Werte sinnvoll erhalten kann, indem man Nutzungsmöglichkeiten findet“, zeigte sich auch der Leiter des Referats Städtebauförderung im Wirtschaftsministerium, Ralph König, von der Sanierung begeistert, für die das Land 800.000 Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm fließen ließ. Als äußeres Zeichen dafür, dass der Alte Schlachthof in Karlsruhe zu den Aushängeschildern der Städtebauförderung in Baden-Württemberg gehört, überbrachte König die zweite Ausgabe einer neugeschaffenen Plakette für ganz besondere „Premiumprojekte“. -fis-

 
 

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