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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juli 2019

Amt für Abfallwirtschaft: Weniger Emissionen, gute Wärme

ANERKENNUNG: Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter brachte ein Zertifikat mit zur Gasemissionen eindämmenden Deponie Ost. Foto: Fränkle

ANERKENNUNG: Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter brachte ein Zertifikat mit zur Gasemissionen eindämmenden Deponie Ost. Foto: Fränkle

 

Bundeszertifikat für Deponie Ost / Neue Schwachgasanlage verwertet Methan und CO2

Auf der bereits 1998 als Haus- und Sperrmüllablage eingestellten Deponie Ost treten noch immer Gase aus, die nun dank eines städtischen Projekts eingedämmt und verwertet werden können. Diesen Umwelt und Ozonschicht entlastenden Erfolg ermöglichte auch das fördernde Bundesumweltministerium.

Vorige Woche Freitag zeichnete die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter die Stadt für ihre vorbildliche Umsetzung aus. Ein Zertifikat nahmen OB Dr. Frank Mentrup und der Leiter des verantwortlichen Amts für Abfallwirtschaft (AfA), Olaf Backhaus, entgegen.

„Alle reden von Klimaschutz, Karlsruhe tut etwas“, würdigte die Repräsentantin des Bundes auch insgesamt die Rolle der Kommunen und betonte: „Karlsruhe leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Daher ist das Geld“, der Projektträger Forschungszentrum Jülich brachte 450000 Euro in die für insgesamt rund eine Million Euro errichtete Deponieschwachgasanlage ein, „eine gute Investition.“ Etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Müll waren seit 1959 auf der Deponie Ost gelagert worden, die als bundesweit erste Einrichtung dieser Art mit einer umfassenden Behandlungsanlage für Emissionen (Sickerwasser und Deponiegas) ausgestattet wurde. Organische Bestandteile des Mülls setzt der Naturkreislauf mit der Zeit um.

Mehr als 30 Gasbrunnen, teils gut 30 Meter tief, fördern pro Stunde bis zu 750 Kubikmeter Gas, das vor allem Methan und Kohlendioxid enthält. Die neue Anlage, seit Oktober in Betrieb, reduziert die Emissionen, erklärte Mentrup: „Ein weiterer Vorteil ist, dass die dabei entstehende Wärme mit der Wärme aus der Holzhackschnitzelverbrennung in den nahegelegenen Wohngebieten genutzt werden kann.“ Richtung Hohenwettersbach sollte dies den Jahreswärmebedarf von etwa 100 Häusern decken. -red-

 
 

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