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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juli 2019

Ludwigsbrunnen: Rückkehr im Original

AUF ALTEN PLATZ: Der Ludwigsbrunnen, der 2013 für den Bau der Kombilösung abgebaut wurde, kommt bald zurück. Foto: Fränkle

AUF ALTEN PLATZ: Der Ludwigsbrunnen, der 2013 für den Bau der Kombilösung abgebaut wurde, kommt bald zurück. Foto: Fränkle

 

Marktplatzbrunnen bekommt wieder historisches Bild

Der historische Marktplatzbrunnen mit dem Großherzog-Ludwig-Denkmal zwischen Rathaus und Evangelischer Stadtkirche blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der ursprüngliche, 1822 von Friedrich Weinbrenner entworfene Trog ging 1824 als Brunnen für den Marktplatz in Betrieb. 1833 bekam er von Aloys Raufer die Statue, die Großherzog Ludwig I. mit Blickrichtung zum Schloss zeigt.

Der sogenannte Ludwigsbrunnen war wie die Pyramide mit Achtungssteinen und Ketten umgeben, die jedoch 1926 den Schienen für die Straßenbahn weichen mussten. Der Brunnen wurde bei einem Fliegerangriff 1944 schwer beschädigt, in den Jahren 1952 bis 1955 von Fritz Moser wiederhergestellt. Die heutige Statue ist eine von der Steinmetzwerkstatt Schoch nach der Vorlage von Bruchstücken der ursprünglichen Figur gefertigte Kopie. 2014 musste der Ludwigsbrunnen den Arbeiten zur unterirdischen Haltestelle Marktplatz der Kombilösung weichen und ist seither in den Zentralen Werkstätten des Gartenbauamts sachgerecht zur Wiederverwendung eingelagert.

Nach der Neugestaltung des Marktplatzes soll er wieder auf seinen angestammten Platz kommen. Und zwar im Original, getreu seinem historischen Bild mit Sandsteinpollern und alternierenden Kettenelementen.

Dies beschloss der Hauptausschuss des Gemeinderats unter Leitung von OB Dr. Frank Mentrup am Dienstag auf seiner jüngsten öffentlichen Sitzung mit überwältigender Mehrheit. Gegenstimmen gegen die Rückkehr in der Variante mit dem Erhalt des historischen Bestands gab es keine. Lediglich zwei Enthaltungen: Die kamen von den Grünen, die, so Fraktionschef Johannes Honné, gerne „auf die Rekonstruktion von Ketten und Pollern verzichtet“ hätten. Mit der Wiederherstellung im Original verschmelze „dass historische Ensemble mit dem neu gestalteten Marktplatz“, begrüßte CDU-Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch das Vorgehen. Ebenso SPD-Stadtrat Michael Zeh, der von einem „gut abgestimmten“ Projekt sprach. -trö-

 
 

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