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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juli 2019

regiomove: Identitätsstiftend für die Region

ERLÄUTERUNG AM PLAN: Jedes Modul besteht aus einem Stahlrohr-Kubus mit farbigem Dachelement. Die Bauweise passt sich so leicht an den jeweiligen Raum an. Foto: Fränkle

ERLÄUTERUNG AM PLAN: Jedes Modul besteht aus einem Stahlrohr-Kubus mit farbigem Dachelement. Die Bauweise passt sich so leicht an den jeweiligen Raum an. Foto: Fränkle

 

Design-Wettbewerb zur Gestaltung der Mobilitätsstationen entschieden

Mit farbigen Elementen, die eine „dreidimensionalen Linie“ für die künftigen Mobilitätsstationen bilden, überzeugte das Frankfurter Büro Netzarchitekten & unit-design die Jury im Design-Wettbewerb zur Gestaltung der regiomove-Ports.

Für regiomove hatte die Stadt den Wettbewerb unter fünf Architektur- und Design-Büros ausgerichtet. Die Ports sollen im künftig intermodalen Verkehrskonzept die Knotenpunkte der Vernetzung sein - Mobilitätsstationen, an denen Nutzer in der Region zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wechseln können. Punkten konnte der Siegerentwurf mit dem Vorschlag, die Mobilitäts-Drehscheiben mit Modulen auszubauen, bei denen die Farbe der gläsernen „Dach-Hauben“ schon von weitem die dort jeweils zu findenden Mobilitätsangebote repräsentieren, so der Jury-Vorsitzende Prof. Ludwig Wappner am Montag nach der Jurysitzung.

Grundidee des Förderprojekts regiomove ist, Menschen mit den Verkehrsmitteln zusammen zu bringen, mit denen sie fahren wollen – Bahn oder Bus, Car-Sharing, Leihrad und vielleicht künftig auch ausleihbare E-Roller. Für das intermodale Verkehrskonzept werde auch eine App entwickelt, erläuterte Prof. Dr. Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Ziel: Der Nutzer bucht eine Route - den Rest regelt regiomove. Die Ports sind Treffpunkte der verschiedenen Verkehrsträger, ihr einheitliches Design garantiert den hohen Wiedererkennungswert.

Mit der nun ausgewählten „mutigen Lösung“ erhalte regiomove ein Leuchtturmprojekt, freute sich Projektleiter Dr. Frank Pagel vom KVV: „Wir gehen davon aus, dass wir sieben Pilot-Ports realisieren können.“ Eine Millionen Euro stehen von EU und Land Baden-Württemberg zur Verfügung (Eigenanteil der Kommune: 30 Prozent). 18 Interessenbekundungen gibt es, in den nächsten zwei Monaten fällt die Entscheidung über die Pilot-Standorte. Im Design-Wettbewerb wurden zwei Standorte exemplarisch bearbeitet – der Hagsfelder Bahnhof als städtischer, der Forbacher als ländlicher.

Intention sei, die Region mit weiteren „regio_ports“ multimodal zu vernetzten, bekräftigen KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon und Pagel. Die Ports seien ein wichtiger Baustein für den KVV als Mobilitätsverbund. Das Design biete dabei mehr als eine rein funktionale Lösung, ist sich Stadtplanungsamtsleiterin Dr. Anke Karmann-Woessner mit den anderen regiomove-Akteuren einig. Durch ihre Höhe, die Farbigkeit und das Beleuchtungskonzept sollen die Ports für eine moderne Mobilität stehen und in der Region identitätsstiftend sein. Weitere Infos gibt es unter: www.regiomove.de. -rie-

 
 

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