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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juli 2019

Innenstadt-Ost: Aufwertung auf dem Weg

SANIERUNGSBEBIET: Die Stadt will mit Bürgerschaft und Gewerbetreibenden das Areal zwischen Marktplatz, Kriegs- und Kapellenstraße, Durlacher Tor, Kaiser-,  Waldstraße und Zirkel aufwerten. Foto. Fränkle

SANIERUNGSBEBIET: Die Stadt will mit Bürgerschaft und Gewerbetreibenden das Areal zwischen Marktplatz, Kriegs- und Kapellenstraße, Durlacher Tor, Kaiser-, Waldstraße und Zirkel aufwerten. Foto. Fränkle

 

Auftaktveranstaltung im Jubez / Die Stadt berät zu Vorhaben und Zuschüssen

„Spot on“ auf die Innenstadt-Ost. Eine der gelben Mega-Lampen erhellt das Sanierungsvorhaben in dem Viertel östlich des Marktplatzes. Sie steht auf dem Kronenplatz neben dem Narrenbrunnen. Das ist gleich beim Jubez, wo es jüngst in einer Auftaktveranstaltung um das Sanierungsgebiet ging, das die Stadt jetzt angehen will.

Betroffen ist das gesamte Gebiet zwischen Marktplatz, Kriegs- und Kapellenstraße, Durlacher Tor, Kaiser- und Waldstraße sowie dem Zirkel. Ausgenommen ist auf Rat des Regierungspräsidiums lediglich ein Geviert im südlichen Bereich beim Mendelssohnplatz rechts und links der Fritz-Erler-Straße.

Umrahmt von Beiträgen von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Bürgermeister Daniel Fluhrer, haben Fachleute der beteiligten städtischen Institutionen über gut zwei Stunden das Vorhaben erläutert, das der Gemeinderat am 20. März 2018 förmlich beschlossen und auf den Weg gebracht hatte. Fläche beträgt 30,4 Hektar.

Das Stadtoberhaupt zeigte sich erfreut darüber, dass in der Innenstadt-Ost Wohnen noch große Bedeutung habe, im Gegensatz zu vielen anderen Innenstadtgebieten anderswo. Aber bei der Sanierung müssten auch zahlreiche andere Themenbereiche berücksichtigt werden. Wie etwa Gewerbe, Kultur oder die Tatsache, dass nicht weit entfernt demnächst wieder Spiele der Zweiten Fußballbundesliga ausgetragen würden.

Die Innenstadt - auch ihr östlicher Teil - sei ein beliebter Freizeit- und Einkaufsaufenthaltsort, auch wenn sich das Einkaufsverhalten angesichts des Online-Shoppings derzeit ziemlich signifikant verändere. Er appellierte, zum Einkauf wieder vermehrt ins Zentrum zu kommen. Fluhrer meinte abschließend, die Gäste sollten sich nicht von dem „Informationsoverkill“ überfahren fühlen, den sie gerade erlebt hätten. Man wolle das Quartier gemeinsam und mit sehr viel Leidenschaft und guten Mutes in die Zukunft führen.

Dazwischen erfuhren die Interessierten viel Wissenswertes über Vorhaben und rechtliche Voraussetzungen für das Sanierungsgebiet. Unter anderem etwa, dass die Stadt in den rund zwölf bis 13 Jahren Sanierungszeit 92 Millionen Euro investieren wolle und dafür mit guter Erfolgsaussicht 34 Millionen Euro bei Bund und Land beantragt seien. Mit Hilfe der Gelder können Zuschüsse für Vorhaben gewährt werden, die dem Sanierungsziel entsprechen. Um den Überblick zu behalten, müssen im Sanierungszeitraum Gebäudesanierungen wie andere Baumaßnahmen genehmigt werden. Die Stadt hat gesetzlich ein Vorkaufsrecht, wenn bei Veräußerungen Verkaufspreise nicht unwesentlich über dem Verkehrswert vereinbart werden. Zu allen Maßnahmen stehen städtische Experten für Beratungen zur Verfügung.

Als erstes, so Moderator Thomas Sippel, wolle man noch in diesem Jahr drei Untergebiete rund um den Lidellplatz und rechts und links der nördlichen Waldhornstraße näher betrachten. Und ins gesamte Sanierungsgebiet fließen auch Ergebnisse des City-Gutachtens, von Jugendbefragungen und eines wissenschaftlichen Vorhabens des KIT zu Innenstadtentwicklungen ein. Bedeutende Rollen spielen die Plätze wie der Kronenplatz sowie die Absicht des KIT, sich mehr dem öffentlichen Zugang zu öffnen. -erg-

 
 

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