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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. August 2019

Hagsfeld: Die Schritte bis zur Umfahrung

Entlastung Rintheim und Hagsfeld / Gemeinderat bestimmt im Herbst Vorzugsvariante

Karlsruhes Gemeinderat hat sich 2016 für ein Planfeststellungsverfahren (PFV) zur Umfahrung Hagsfeld ausgesprochen. Für deren Beschluss ist das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) zuständig.

Die Vorarbeiten bis Antrag übernimmt die Stadt mit externen Büros. Das neue Verfahren wurde notwendig, weil sich der Gemeinderat mehrheitlich gegen die vierstreifige Trasse zwischen Rintheim und Hagsfeld ausgesprochen hat, für die es bereits einen rechtskräftigen Bebauungsplan (aus 1994) gibt. Aktueller Auftrag ist, eine zweistreifige Trasse zur Entlastung beider Stadtteile als Lückenschluss zwischen A5 und L560 vertieft zu planen und zwar mit Anschluss an den Technologiepark Karlsruhe. Ziel der Voruntersuchungen ist, alle relevanten Varianten in einen Vergleich zu bringen.

Fakten: Eine zweistreifige Trasse zwischen Elfmorgenbruch und Haid-und-Neu-Straße mit Ausbau der Knotenpunkte wird laut Verkehrsprognose (Modellberechnung) rund 23.200 Fahrzeuge aufnehmen. Abnahmen gibt es dann für die heute stark belastete Schwetzinger/Brückenstraße in Hagsfeld (von rund 11.500 auf rund 8.200 Fahrzeuge). Beispiel Haid-und-Neu-Straße: Hier kommt es je nach Abschnitt zu Zu- oder Abnahmen. Die Straße muss DB-Gleise sowie die Alte Bach queren. In Frage kommt ein Trogbauwerk (rund 70 Millionen Euro), das, 255 Meter lang, in sieben Meter Tiefe die Bahn-Gleise quert. Oder eine (einschließlich Lärmschutz) bis zu 13 Meter hohe und 430 Meter lange, weitgehend aufgeständerte Brücke über Gleise und Alte Bach (rund 55 Millionen Euro).

Lärmschutz: Die neue Trasse selbst löst keinen gesetzlichen Anspruch auf Lärmschutz aus, die Gesamtbelastung macht aber Maßnahmen erforderlich. Aus faunistischer Sicht handelt es sich beim Planungskorridor um ein „durchschnittliches bis wertvolleres Areal“, das dokumentieren Erfassungen aus 2018 und 2019. Im PFV sind für die Vorzugsvariante weitere Sonderuntersuchungen erforderlich. Die Vorzugsvariante soll der Gemeinderat unter Abwägung von Verkehrsanforderungen, Rad- und Fußverkehr, Umwelt, Landschaftsbild, Gestaltung und Kosten im Herbst festlegen. Innerhalb Jahresfrist sollen alle aufbereiteten Unterlagen dem RP zur offiziellen PFV-Einleitung vorliegen. -rie-

 
 

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