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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. August 2019

Hagsfeld: Ringen um die beste Lösung

Info-Abend Umfahrung Hagsfeld: Diskussion zu Ergebnissen der Fach- und Umweltplanung

Weniger Verkehrsbelastung vor der eigenen Haustür: Der Dauerbrenner „Umfahrung Hagsfeld“ sorgte einmal mehr für hitzige Diskussionen. „Wir befinden uns in der Variantenuntersuchung“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vergangene Woche im rappelvollen Hagsfelder Gemeindezentrum Laurentius.

Bewusst sehr früh habe die Stadt den Info-Abend mit den bisherigen Ergebnissen der Fach- und Umweltplanung terminiert, um Anregungen für die Bearbeitung mitnehmen zu können, ehe der Gemeinderat die Entscheidung über die Vorzugsvariante für das Planfeststellungsverfahren trifft.

Der Trassenverlauf und seine Auswirkungen: Wo die im Ortskern lebenden Anwohner „Endlich!“ rufen und auf eine Lösung pochen, mahnten Andere sowie Vertreter aus Rintheim, Waldstadt oder Oststadt, dass die Straße nicht zur Verkehrs- und damit Lärmbelastung bei ihnen führen dürfe. Man rechne „die Brücke nicht schön“, verwahrten sich Verkehrsplaner gegen entsprechende Vorwürfe zur Darstellung der Brücke.

Für den Trog, so eine Anmerkung, könnten breite Querungs-Korridore die Barrierewirkung für die Natur abmildern. „Wir sind mitten im Prozess, und es gibt noch keine Festlegung auf eine Variante“, betonte OB Mentrup. Eine abgelegte Idee und so „Schnee von gestern“ sei der Vorschlag, am Kanal entlang zu denken, so der frühere Hagsfelder SPD-Stadtrat Günter Fischer, damals hätten „die alten Hagsfelder abgelehnt, weil sie Gelände verloren hätten“.

Nachteile hat die vom Regierungspräsidium in die Variantenuntersuchung gegebene Nordumfahrung. Denn die vergleichsweise lange und ein Landschaftsschutzgebiet durchschneidende Straße erfüllt nicht die Vorgabe, den Technologiepark anzuschließen. Die Planung einstellen: Auch diese Forderung gab es im Ringen um die Berücksichtigung diverser Bedürfnisse – mit Verweis darauf, dass eh jede Straße nur weiteren Verkehr anziehe.

Der Varianten-Check wird bewusst ohne zusätzliche (beeinflussende) Maßnahmen zur Verkehrsentlastung aufbereitet, in der Umsetzung spielen diese dann jedoch eine Rolle, lautete eine Antwort auf eine Frage. Stichwort Ziel- und Quellverkehr: Hagsfeld produziert selbst täglich 6.000 bis 8.000 Fahrten mit Kraftfahrzeugen. Eine weitere Info: Aktuell wird am in der Haid-und-Neu-Straße befindlichen und mehrfach thematisierten Kindergarten vorbei trassiert. -rie-

 
 

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