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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. September 2019

„Dach Gesucht!“: Jedes Zimmer hilft

HOTLINE FÜR ALLE: Wer Zimmer sucht oder hat kann sich unter 6909192 melden. Die große Nummer präsentierten Clas Meyer, EB Luzcak-Schwarz und Michael Postert (v. l.). Foto: Bastian

HOTLINE FÜR ALLE: Wer Zimmer sucht oder hat kann sich unter 6909192 melden. Die große Nummer präsentierten Clas Meyer, EB Luzcak-Schwarz und Michael Postert (v. l.). Foto: Bastian

 

Projekt von Wissenschaftsbüro und Studierendenwerk / „Dach Gesucht!“ für junge Menschen in Wohnungsnot

Wohnraum in Karlsruhe ist knapp. Das bekommen jedes Jahr tausende junge Menschen zu spüren, die für Studium oder Ausbildung in die Stadt ziehen. Unterstützung bei der Wohnungssuche erhalten sie seit 2012 von der Kampagne „Dach gesucht!“, die auch dieses Jahr wieder auf die schwierige Lage aufmerksam macht.

Wohnen sei „eines der großen Zukunftsprobleme“ machte Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak Schwarz deutlich, als sie zusammen mit Clas Meyer vom städtischen Wissenschaftsbüro und Michael Postert vom Karlsruher Studierendenwerk den Kampagnenstart einläutete. Letzterer betonte, dass es „viel zu wenig“ Zimmer gäbe. Um mehr potenzielle Vermieterinnen und Vermieter zu erreichen, ist in diesem Jahr erstmals das „Dach Gesucht!“-Mobil unterwegs. Der leuchtend gelbe Info-Bus tourt über Plätze und Wochenmärkte und liefert tagesaktuelle Angebote sowie nützliche Tipps für alle Parteien: Diejenigen, die ein Heim suchen, und all diejenigen, die Raum dafür haben könnten.

Zu finden ist das Fahrzeug am heutigen Freitag, 6. September, von 7.30 bis 14 Uhr auf dem Wochenmarkt am Gottesauer Platz, dann steht der Bus bis einschließlich Freitag, 13. September, täglich von 11 bis 17 Uhr auf dem Friedrichsplatz. Unkompliziert in Kontakt treten können Interessierte auch wieder per Service-Hotline: 6909192.

Gesucht wird im Übrigen gar nicht unbedingt die Wohnung für die nächsten fünf Jahre. Ein Zimmer für den Übergang hilft oft schon weiter. Auch alternative Wohnformen werden angeregt. Gemeinsam haben die Paritätischen Sozialdienste Karlsruhe und das Studierendenwerk das Projekt „Wohnen für Hilfe – gemeinsam lebt sich’s besser“ ins Leben gerufen, bei dem Wohnungssuchende zum Beispiel bei älteren Menschen oder Familien einziehen und diesen im Alltag zur Seite stehen.

Laut EB Luczak-Schwarz brauche die Stadtgesellschaft „solche innovativen Konzepte“, um „offen und miteinander“ der Wohnungsnot zu begegnen. „Dach gesucht!“ ist ein Projekt des städtischen Wissenschaftsbüros und des Studierendenwerks. Unterstützt wird es durch das Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie die Paritätischen Sozialdienste Karlsruhe. Mehr Info auch auf www.facebook.com/dachgesucht oder auf der Internetseite www.dach-gesucht.de. -gem-

 
 

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