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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. September 2019

Stadteigene Gebäude: Digitalisierung in den Sommerferien

IM ZUGE IHRER KOMPLETTSANIERUNG wird die Gartenschule modernisiert und auch (allgemeiner Schwerpunkt) digitalisiert. Für das HGW schauten sich Leiterin Sick und Mitarbeiter Hirsch um. Foto: Fränkle

IM ZUGE IHRER KOMPLETTSANIERUNG wird die Gartenschule modernisiert und auch (allgemeiner Schwerpunkt) digitalisiert. Für das HGW schauten sich Leiterin Sick und Mitarbeiter Hirsch um. Foto: Fränkle

 

Millionenaufwand für Bedarf stadteigener Gebäude mit Schwerpunkt IT / Stadt investiert wieder in Instandhaltung und Modernisierung, Gros für Schulen

Sommerzeit ist Baustellenzeit. Auch diesen Sommer fließt wieder ein zweistelliger Millionenbetrag in Instandhaltung, Modernisierung und Reparatur stadteigener Gebäude. Darunter fallen Großprojekte wie die Sanierung der Gebäudehülle der Nancyhalle für etwa vier Millionen Euro. Der Löwenanteil wird an anderer Stelle investiert: „Wir nutzen die Sommerferien, um in vielen der knapp 100 Karlsruher Schulen notwendige Umbau-, Renovierungs- und Sanierungsarbeiten zu erledigen“, erklärt die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), Anne Sick, gegen Ende der wie üblich umfänglich genutzten großen Ferien.

Weiter im Fokus: „die Sanierung der Schultoiletten – wie aktuell in der Europäischen Schule und in der Heinrich-Meidinger-Schule – sowie Inklusionsmaßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit, zum Beispiel in der Ernst-Reuter-Schule“.
Fachklassensanierungen gehörten ebenfalls dazu. Hauptthema ist aber die fortschreitende Digitalisierung der Bildungseinrichtungen. Um das vergangenes Jahr im Gemeinderat beschlossene Investitionsprogramm „IT-moderne Schulen“ bewältigen zu können, hat das HGW zusätzliche spezialisierte Mitarbeiter eingestellt. Möglich wird diese Offensive durch Bundesmittel aus dem DigitalPakt Schule. Damit wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik und Infrastruktur sorgen. Seit Mitte Mai ist das Förderprogramm aktiv.

Das aktuell umfangreichste HGW-Schulprojekt ist die gebotene Komplettsanierung der Gartenschule. Auch hier spielt Digitalisierung eine prominente Rolle. Die Gebäudetechnik befindet sich noch auf dem Nachkriegsstand, die Inneneinrichtung ist stark modernisierungsbedürftig. Vor zweieinhalb Jahren startete die Planungsphase, seit Ostern sind die Baumaßnahmen in der Montessori-Schule in vollem Gange. „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir das Gebäude einmal ganzheitlich anfassen und damit mehrere Arbeiten am Stück erledigen können“, erklärt Objektteamleiter Philipp Hirsch vom HGW: „Das geht von der Sanierung der Heizung bis hin zur gesamten digitalen Erschließung.“ Rund drei Millionen Euro betragen die Investitionskosten allein für diese Grundschule. Etwa 200.000 Euro davon fließen in die IT-Ausstattung. Alle Klassenzimmer werden mit Whiteboards ausgestattet, W-Lan wird überall bereitgestellt, die gesamte Datenverkabelung vorgenommen.

Mit dem Umbau wird aber nicht nur der gesamte Bestandsbau modernisiert. Vor allem der Umzug des Jugendorchesters in die Nordweststadt ermöglicht es, ganz neue Flächen zu erschließen. „Wir sind auf Lärm und Krach gefasst, freuen uns aber schon auf das Endergebnis“, wägt Schulleiterin Barbara Valentin ab. Sobald die Kinder ab kommender Woche wieder Klassenzimmer, Gebäude und Hof bevölkern, wird der voraussichtlich noch etwa ein Jahr vorherrschende Baustellenalltag zur koordinativen Herausforderung. „Wir haben mit der Schule einen detaillierten Plan entwickelt, wann wir welche Arbeiten durchführen“, erläutert Hirsch. Ab September nächsten Jahres, also zum Start des übernächsten Schuljahres, soll die altehrwürdige Gartenschule in neuem Glanz erstrahlen – und voll digital. -red-/-mab-

 
 

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