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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. September 2019

Tag des offenen Denkmals: Umbrüche in der Architektur

DIE DURLACHER FABRIKEN  stehen für den Übergang von alten in neue Wirtschaftsformen (Führung um 17 Uhr).  Foto: stattreisen

DIE DURLACHER FABRIKEN stehen für den Übergang von alten in neue Wirtschaftsformen (Führung um 17 Uhr). Foto: stattreisen

 

Tag des offenen Denkmals am Sonntag stellt Bauhaus und seine Folgen in den Fokus

Mehr als 70 historische Gebäude und Kultureinrichtungen sind am Sonntag, 8. September, zum Tag des offenen Denkmals in Karlsruhe und der Region geöffnet. „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ ist das Motto. Anlass sind „100 Jahre Bauhaus“.

Dazu gibt es in der Stadt 18 Adressen, allen voran in der Dammerstocksiedlung. So etwa die von 11.30 bis 17 Uhr für Kleingruppen geöffnete Gästewohnung im Laubenganghaus, Dammerstockstraße 23, von Walter Gropius. Fast im Ursprungszustand, spiegelt sie eines der typischen Bau- respektive Wohnkonzepte des „Neuen Bauens“ wider. Dazu kommen das von 11 bis 17 Uhr offene Waschhaus und Führungen in der Siedlung um 11, 14, 15 und 17 Uhr sowie am Eingangspavillon (Grünfläche Danziger und Saarbrücker Straße) um 11 und 17 Uhr.

Ein besonderes Glanzlicht ist das Rappenwörter Naturschutzzentrum, Hermann-Schnei-der-Alle 47. Gebaut hat es Walter Merz 1929 als Vogelwarte. Um die gleiche Zeit entstanden die Wohnhäuser in der Hildapromenade 4 und die für den Bildhauer Emil Sutor erbaute Nummer 5 (Führung um 10 Uhr). Über den 1930 entstandenen Alker-Block an der Ebertstraße informieren Tafeln im Innenhof. Zudem gibt es ab dem Brunnen am Albtalbahnhof um 15 und 16.15 Uhr Rundgänge über Neues Bauen und expressionistische Architektur. Weitere Punkte sind die Schwarzwaldhalle aus dem Jahre 1953, Festplatz 5, mit ihrem bahnbrechenden Spannbetondach sowie das aufwändig sanierte, 1969 bezogene, den gläsernen, demokratischen Staat symbolisierende Bundesverfassungsgericht direkt am Schloss (Führung um 14 Uhr).

Die Karlsruhe Marketing und Event Gesellschaft hat dazu zwei „Motto-Routen zu Fuß und mit der Bahn“ zusammengestellt, die, wie auch die Fahrradtour „Modernes Bauen – erkundet per Rad“, viele Aspekte modernen Bauens beleuchten. Erhören kann man Denkmale beim 9. Karlsruher Orgelspaziergang. Zu jeder vollen Stunde beginnt in mindestens einer Kirche ein halbstündiges Orgelkonzert. Was wann und wo gespielt wird, findet sich auf www.kirchenmusik-karlsruhe.de.

Das Programmheft stellt auf 52 Seiten alle Akteure – 60 in Karlsruhe und 16 weiteren Kommunen – vor, informiert über Führungen, Konzerte und Aktionen. Es liegt an rund tausend Stellen aus und ist online auf karlsruhe-erleben.de/ denkmaltag abrufbar. -cal-/-red-

 
 

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