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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Oktober 2019

Gemeinderat: Beirat und Beauftragte waren wieder umtriebig

NACH UND NACH sollen alle Haltestellen in Karlsruhe barrierefrei werden. In der Oststadt ist nun die Station Hauptfriedhof so weit. Foto: Fränkle

NACH UND NACH sollen alle Haltestellen in Karlsruhe barrierefrei werden. In der Oststadt ist nun die Station Hauptfriedhof so weit. Foto: Fränkle

BARRIEFREIE Toiletten soll auch der öffentliche Raum aufweisen. Foto: Fränkle

BARRIEFREIE Toiletten soll auch der öffentliche Raum aufweisen. Foto: Fränkle

 

Plenum würdigt Berichte und hebt Fahrdienste für Schwerbehinderte wieder auf bis zu 200 pro Kalenderjahr an

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen und die Kommunale Behindertenbeauftragte konnten auch für 2018 wieder vollendete Maßnahmen zu mehr Barrierefreiheit vermelden. Bei anderen Punkten bleiben die Zuständigen im Sinne ihrer Klientel und der inklusiven Stadt dran. Das geht aus ihren Tätigkeitsberichten hervor, die nun dem Gemeinderat vorlagen. Im Plenum wurden Aussagekraft und Wirkung wiederholt als eindrucksvoll bezeichnet. Zum Erreichten zählen im Zoologischen Stadtgarten automatische, barrierefreie Türen in Elefanten- und Raubtierhaus, ein barrierefreies Drehtor am Ausgang Ost. Mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft waren unter anderem zu realisieren: Aufzug und Behinderten-WC im Alten Rathaus Bulach wie in der Schillerschule, provisorische Rampe auf der Großbaustelle Draisschule, vielerorts barrierefreie öffentliche Toiletten, deren Bedeutung als „Toilette für alle“ Michael Haug (KAL/Die Partei) unterstrich.

Der im Entstehen befindliche neue Marktplatz soll nach hartnäckigem Einsatz, auch des kontaktierten Planungsausschusses, doch wie erhofft ein Blindenleitsystem (BLS) erhalten, wofür sich im Gemeinderat nun Dr. Rahsan Dogan (CDU) aussprach. Ein BLS bleibt auch Thema gegenüber der Deutschen Bahn. Samt Handlauf mit taktiler Profilschrift, der trotz hoher Kosten nach Möglichkeit mit der Bahnsteigerneuerung am Hauptbahnhof bis Ende 2022 kommen soll. „Äußerst konstruktiv gestaltete sich 2018 die Zusammenarbeit mit der KASIG.“

Die Behindertenbeauftragte Ulrike Wernert betonte das wachsende Ausmaß persönlicher Beratungsbedarfe. Betroffene beklagten etwa mangelnde Erfolge auf dem Arbeitsmarkt oder Defizite im öffentlichen Raum. Bei begrenzten Kapazitäten bleibe die Frage, „wie weit meine Beratung gehen kann und darf“. Netzwerk- und Gremienarbeit ist für sie elementar samt vieler Schnittstellen zur Stadt. Eine wichtige Aufgabe bleibt die Öffentlichkeitsarbeit, ein wichtiges Feld der öffentliche Nahverkehr mit Kombilösung. Das Netzwerk Leichte Sprache, die Michael Borner (GRÜNE) im Bericht vermisste, treibt Wernert mit Beirat und vielen Akteuren voran. Unter anderem den Fahrdienst für schwerbehinderte Menschen thematisierte Irene Moser (SPD) als unabdingbar. Zuvor beschloss der Gemeinderat bei nur einer AfD-Gegenstimme eine im Sozialausschuss vorberatene Neufassung der Richtlinien, die das Plenum voriges Jahr bei den Beratungen zum laufenden Haushalt erwirkt hatte. Nach der Reduktion auf 144 Fahrten pro Jahr zur Etat-Stabilisierung 2017 und 2018 liegt das Maximum pro Kalenderjahr rückwirkend ab 1. Januar 2019 so wieder bei 200 Fahrten. -mab-

 
 

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