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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Oktober 2019

Gemeinderat: Die Zahl der Karlsruherinnen und Karlsruher steigt weiter an

IMMER MEHR MENSCHEN: Laut Prognose des Amts für Stadtentwicklung verläuft die demografische Alterung in der Karlsruhe moderat. Fast alle Altersgruppen legen bis 2035 zahlenmäßig zu. Foto: Fränkle

IMMER MEHR MENSCHEN: Laut Prognose des Amts für Stadtentwicklung verläuft die demografische Alterung in der Karlsruhe moderat. Fast alle Altersgruppen legen bis 2035 zahlenmäßig zu. Foto: Fränkle

 

Stadt setzt bei Prognose der Bevölkerungsentwicklung bis 2035 auf Verhaltenes Szenario

Die Zahl der Menschen, die in Karlsruhe leben, wächst weiter. Um die Höhe des Wachstums als Basis für weitere Planungen und Bedarfsberechnungen einschätzen zu können, braucht es verlässliche Prognosen. Bei der Voraussage für die Bevölkerungsentwicklung bis 2035 setzt die Stadt auf ein so genanntes Verhaltenes Szenario.

Auf seiner jüngsten Plenarsitzung folgte der Gemeinderat dem Vorschlag des Bürgermeisteramts, als Grundlage für die weitere kommunalpolitische und stadtplanerische Arbeit die Ergebnisse des Verhaltenen Szenarios der kleinräumigen Bevölkerungsprognose Karlsruhe des Amts für Stadtentwicklung (AfSta) heranzuziehen. Im Jahre 2016 hatte das AfSta dem Gemeinderat eine in zwei Varianten erstellte kleinräumige Bevölkerungsprognose für Karlsruhe und seine Stadtteile von 2015 bis 2035 vorgestellt. Die Varianten unterscheiden sich im Wesentlichen in den Annahmen zum künftigen Zuzug nach Karlsruhe. Das Dynamische Szenario ging von einem Wanderungsgewinn aus Zu- und Fortzügen über den gesamten Zeitraum (2015 bis 2035) aus, der in gleicher Höhe wie der zwischen 2010 und 2015 liegt. Das  Verhaltene Szenario nimmt hingegen an, dass die Zahl der Zuzugsgewinne aus deutschen Herkunftsgebieten wie aus dem Ausland ab 2025 zurück geht. Diese Variante entspricht auch den Annahmen des Statistischen Landesamtes.

In beiden Prognosen (Land und Verhaltene AfSta) beträgt das jährliche Wachstum zu Anfang der Prognose 1,4 Prozent, sinkt dann durch rückläufige Wanderungsgewinne (Land ab 2026, AfSta ab 2027) auf 0,2 Prozent. Die Abweichung der für 2035 prognostizierten Endwerte von 333.116 Einwohnern (AfSta) gegenüber 329.397 (Land) beträgt lediglich 1,1 Prozent.
Neben der Gesamtzahl der Bevölkerung spielt auch die quantitative Veränderung in den einzelnen Altersgruppe für Politik und Planung eine entscheidende Rolle. Und nach der Betrachtung der städtischen Bevölkerung nach dem  Verhaltenen Szenario kann sich Karlsruhe auf einen Zuwachs in fast allen Altersklassen einstellen. Lediglich die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen schert da ein wenig aus und geht von 62.000 im Jahre 2018 auf 60.000 im Jahre 2035 leicht zurück (minus 3,6 Prozent). In Zahlen fallen die Bevölkerungsgewinne zwischen 2018 und 2035 bei den 30- bis 45-Jährigen und bei den Senioren zwischen 65 und 85 Jahren am  stärksten ins Gewicht. Beide Gruppen wachsen um über 12.000 Personen und liegen laut Prognose 2035 bei 74.000 (30- bis 45-Jährige) und 61.000 (65- bis 85-Jährige). Prozentual gesehen sticht das Plus bei den Hochbetagen hervor. Der Anteil über 85-Jähriger steigt um 46,5 Prozent und liegt 2035 bei 11.800 Personen. Großen Zuwachs gibt es aber auch am anderen Ende der Altersskala: Die Zahl der 6- bis 10-Jährigen) nimmt um 26,1 Prozent zu und umfasst 2035 insgesamt 11.650 Kinder. -trö-

 
 

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