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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Oktober 2019

Gemeinderat: Mehr Grün für den Marktplatz

STATIONÄRE UND MOBILE ELEMENTE sollen auf dem neugestalteten Marktplatzes für Begrünung und Kühlung sorgen. Foto Fränkle

STATIONÄRE UND MOBILE ELEMENTE sollen auf dem neugestalteten Marktplatzes für Begrünung und Kühlung sorgen. Foto Fränkle

 

„Der große zentrale Marktplatz wird auch künftig ohne Bäume und schattenspendende Anlagen vollständig versiegelt werden“, weist die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion in ihrem Antrag „Mehr Grün und mehr Wasser für den Marktplatz“ auf die Planungen hin, die auf dem dem 2005 gefassten Grundsatzbeschluss basieren.

Wenngleich die Pflasterarbeiten derzeit schon auf Hochtouren laufen, soll die Verwaltung dem Gemeinderat zusätzliche Ideen und Vorschläge zur Begrünung und Kühlung durch Bewässerungsanlagen mit stationären wie auch mobilen Elementen vorlegen. „Schließlich hat sich der Klimawandel seit der Beschlussfassung entwickelt“ begründete Renate Rastätter (GRÜNE) die Forderung nach einem klimaangepassten Konzept und begrüßte die von der Verwaltung bereits eingesetzte dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe ebenso wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch, der ein „behutsames Vorgehen“ empfahl. „Die SPD war immer für temporäre Lösungen“ unterstützte auch Michael Zeh (SPD) das Bemühen, die Funktion des Marktplatzes als Veranstaltungsort und grünen Fläche verbinden zu können. Nach Jahren der Blockade gegen Bäume, sei die Offenheit beim Bemühen um ein Konzept für mehr Aufenthaltsqualität nur zu begrüßen, befand Friedemann Kalmbach (FW/FÜR). Bäume seien auch in Weinbrenners ersten Entwurf vorgesehen gewesen, merkte Mathilde Göttel (DIE LINKE) an. „Bäume sind nicht möglich, das hat man uns über viele Jahre hinweg plausibel erklärt“, hielt es Lüppo Cramer (KAL/ Die PARTEI) für „nicht legitim, den Menschen etwas vorzumachen“. Alle „anderen Dinge“ sollten massiv betrieben werden. „Ende des Jahres müssen wir wissen was gemacht wird“, erhofft sich OB Mentrup einen „vernünftigen, ausgewogenen Vorschlag“. Die Arbeitsgruppe nehme Anregungen auf, für einen weiteren Bürgerbeteiligungsprozess bleibe aber keine Zeit mehr. Wichtig sei es, dass man den Platz an heißen Tagen passieren könne und die Möglichkeiten, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, jetzt noch genutzt werden. –fis-

 
 

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