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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2019

Wasserwende: Geld sparen fürs Klima

SAUBER UND GESUND: Karlsruher Wasser ist beides. Foto: Fränkle

SAUBER UND GESUND: Karlsruher Wasser ist beides. Foto: Fränkle

 

Neues Projekt fördert Trinken von Wasser aus dem Hahn

Trinkwasser aus der Leitung ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Trotzdem hat sich der Konsum von Flaschenwasser seit den Siebzigerjahren mehr als verzehnfacht, was nicht nur Plastikmüll verursacht, sondern auch unnötige CO2-Emmissionen.

Mit dem Projekt „Wasserwende - Trinkwasser ist Klimaschutz“ fördert  das Bundesumweltministerium eine Initiative, die dieser Entwicklung entgegensteuert. Dafür entstehen deutschlandweit zwölf sogenannte Wasser-Quartiere. Eines davon ist „Karlsruhe-Ost“. Es kam in Zusammenarbeit des Vereins „a tip: tap“ mit dem KIT/Quartier Zukunft, dem Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz und den Karlsruher Stadtwerken zustande. Maria Kondra, bei „a tip: tap“ verantwortlich für den süddeutschen Raum, erklärte bei einem Pressegespräch, dass die Quartiere eine „Vorreiterrolle“ einnähmen  und „politische Kraft aktivieren“ könnten. Dabei seien laut Eva Wendeberg, Ansprechpartnerin in Karlsruhe, vier Elemente grundlegend.

Die Menschen vor Ort sollen mit Aktionen und Wassertests darüber aufgeklärt werden, dass sie „gleichzeitig Geld sparen und etwas für die Umwelt tun“ können. Zudem seien Beratungen für Unternehmen und Verwaltungen, Bildungsangebote sowie das Schaffen von mehr öffentlichen Trink-Orten geplant. Hier kann die Initiative auf die Unterstützung der Stadtwerke zählen, wie Dr. Matthias Maier, Leiter des Bereichs Trinkwasserversorgung, bekräftigte.

Das Karlsruher Trinkwasser sei ein „hervorragendes, gesundes Produkt“, so Maier, dass zudem „mineralienreich“ und „nicht schadstoffbelastet“ sei. Wer kein Flaschenwasser kaufe, spare zudem Transportwege und somit CO2, erläuterte er weiter. Mit dem Projekt könnten die Partner nun das Thema „gemeinsam voranbringen“ und so das Vertrauen der Menschen ins Trinkwasser stärken. Infos unter: www.wasserwende.org und www.atiptap.org. -gem- 

 
 

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