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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

20 Jahre Parzival-Zentrum: Heimat dank Verständnis

ZUM ZWANZIGJÄHRIGEN JUBILÄUM des Parzival-Zentrums freuten sich Melanie Reveriego (l.) und Bernd Ruf (r.) über den Besuch von OB Mentrup und Kultusministerin Eisenmann. Foto: Fränkle

ZUM ZWANZIGJÄHRIGEN JUBILÄUM des Parzival-Zentrums freuten sich Melanie Reveriego (l.) und Bernd Ruf (r.) über den Besuch von OB Mentrup und Kultusministerin Eisenmann. Foto: Fränkle

 

Erfolgsgeschichte der Kinder- und Jugendförderung

Heimat muss kein Ort sein. Auch „Menschen, die mich verstehen“, könnten laut Bernd Ruf, Vorstand und Schulleiter im Karlsruher Parzival-Zentrum, zu einer Art von Heimat werden. Angelehnt an Max Frisch betonte er damit beim Festakt zum 20-jährigen Jubiläum des Zentrums, die Bedeutung stabiler Beziehungen in der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Denn ohne diese seien laut Ruf keine sozialen Lernprozesse möglich. Genau darum geht es aber in den diversen, miteinander kooperierenden Einrichtungen, die sich auf dem immer weiter wachsenden Gelände in Hagsfeld, und damit einem wiederum ganz greifbaren Ort, der Hilfe von Kindern und Jugendlichen verschrieben haben. Auch wenn diese besonderer Förderung bedürfen, sei es bedingt durch inhärente genetische Voraussetzungen oder milieubedingte Einflüsse.

Zum Angebot gehören unter anderem Freie Sonderpädagogische Bildungszentren (SBBZ) mit Schwerpunkten in den Bereichen emotionale und soziale Entwicklung, lernen und geistige Entwicklung, die inklusive Karl Stockmeyer Schule, ein Schulkindergarten, integrative Kitas, der Schulbauernhof Sonnenhof, die PARZIVAL Jugendhilfe und ein Familienzentrum.

Dass es zunächst im ganz kleinen Rahmen begann, berichtete Vorstand und Schulleiterin Melanie Reveriego. Nach Gründungsantrag im Frühjahr 1999 kam im September die Zusage und daraufhin „konnten wir die ersten acht Kinder aufnehmen“, so Reveriego. Zudem führte die Pädagogin aus, dass der Name Parzival bewusst gewählt wurde, um wie im gleichnamigen Roman den Fokus auf die Bewährungsproben und die Entwicklung des Menschen zu legen.
Den Erfolg dieses Vorgehens betonte daraufhin die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, die ihren „allergrößten Respekt für das, was hier viele gemeinsam geleistet haben“ zum Ausdruck brachte und befand, dass sich das Zentrum „seinen Namen zu Recht erarbeitet hat“. Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup war voll des Lobes. Für ihn sei das Parzival-Zentrum ein „unverzichtbarer Teil unserer Bildungslandschaft“, da es mit der „Systemsammlung auf gemeinsamer Fläche“ eine „Pionierrolle“ einnehme, einfache Wechsel ohne Beziehungsabbrüche ermögliche und es somit möglich mache „von den Kindern her“ zu denken. -gem-

 
 

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