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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

Deutsch-Amerikanischer Tag: Beziehungen weiter vertieft

FESTAKT Im RATHAUS: OB Mentrup, Annerose Lauterwasser, Preisträger Christoph von Marschall, Sigrid Benke-Dewath (VDAC), der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (v. l.) . Foto: Knopf

FESTAKT Im RATHAUS: OB Mentrup, Annerose Lauterwasser, Preisträger Christoph von Marschall, Sigrid Benke-Dewath (VDAC), der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (v. l.) . Foto: Knopf

 

Preisverleihung beim Deutsch-Amerikanischen Tag / Festredner Sigmar Gabriel

Der zentrale Festakt zum Deutsch-Amerikanischen Tag fand dieses Mal im Karlsruher Rathaus statt. Im Zentrum stand die Verleihung der Lucius D. Clay Medaille. Der Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) vergibt sie an Personen, die sich um die Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen verdient gemacht haben.

Aktueller Preisträger ist Christoph von Marschall, diplomatischer Korrespondent des Berliner Tagesspiegels. „Wir sind stolz darauf, dass dieser Festakt bei uns im Bürgersaal stattfindet“, sagte OB Dr. Frank Mentrup und verwies auf die vielfältige Vernetzung der Fächerstadt mit den USA. Zum einen über die einst hier stationierte Armee, die Karlsruhe die Amerikanische Bibliothek oder die Nordstadt hinterlassen hat Oder: US-Präsident Thomas Jefferson, der 1788 als Gesandter in der badischen Residenz weilte und vom Fächergrundriss so angetan war, dass er dem Erbauer von Washington die Pläne übergab.

Und: Die Buffalo Bill Show 1891, die so viel Eindruck in der Südstadt hinterließ, dass dort ein Indianer-Brunnen entstand. Nicht zuletzt verwies er auf das Wirken des Internationalen Frauenclubs mit dem Pfennigbasar. VDAC-Präsidentin Sigrid Benke-Dewath erläuterte das Austauschprogramm, das Studierenden die Möglichkeit bietet, die USA, die Menschen und ihren Alltag kennenzulernen.

Annerose Lauterwasser, Präsidentin des Internationalen Frauenclubs Karlsruhe, verwies darauf, dass Freundschaften gepflegt werden müssen und zitierte dabei Antoine de Saint-Exupéry. Nach dem Grußwort des US-Vizekonsuls Justin Halpern hatte die Rede des früheren SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel einen politischen Fokus. Er zitierte eine Studie, wonach die Bundesbürger aktuell mehr Angst vor den USA als vor Putin hätten. Doch Nordamerika sei weit mehr als der aktuelle Präsident, so der Ex-Außenminister.

„Die Idee ist des Westens ist keine geographische, sondern eine universelle. Wenn die USA nicht in den Krieg eingetreten wären, dann hätten wir ein Deutschland unter Hitler oder Stalin zu erwarten gehabt.“ Zu Lucius D. Clay, dem Namensgeber des Preises, gab er ebenfalls Infos. Er gilt als Initiator der Berliner Luftbrücke. Gerührt zeigte sich Preisträger von Marschall. Er war in der Präsidentschaft von Barack Obama, der einzige deutsche Zeitungskorrespondent, der den Pressecorps des Weißen Hauses begleitete. -voko-

 
 

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