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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

Kultur: Was tun für die Erde?

RIESIGE INSEKTEN existierten vor etwa 315 Millionen Jahren im Karbon-Zeitalter der sich ständig wandelnden Erdgeschichte. Foto: Fränkle

RIESIGE INSEKTEN existierten vor etwa 315 Millionen Jahren im Karbon-Zeitalter der sich ständig wandelnden Erdgeschichte. Foto: Fränkle

 

Ausstellung über Vergangenheit und Zukunft der Erde

Vor den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels lädt das Naturkundemuseum noch bis 3. Mai dazu ein, sich in der Ausstellung „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“ mit der Entstehung der Erde und Ihrer Entwicklungsgeschichte (Planet 1.0), ihrem heutigen Zustand (Planet 2.0) und ihrer Zukunft (Planet 3.0) auseinanderzusetzen.

Die von der Senckenberg-Gesellschaft erarbeitete Schau  zeigt  zuerst  in sieben Stationen  mit Gesteinen, Fossilien, Modellen und Mitmachbereichen eine sich ständige wandelnde Erdgeschichte. Da verschoben sich Kontinente, wechselten sich Kalt- und Warmphasen ab, ohne dass es Leben gab. Das taucht im Crygogenium vor 650 Millionen Jahren erstmals im Wasser in Form einzelliger Organismen auf.

Und verschwindet vor 635 Millionen Jahren im Ediacarium  unter einem fast flächendeckendendem Eispanzer. Vielfältiges Leben zeigt sich dann vor etwa 510 Millionen, bis  im Kambrium vor 315 Millionen explosionsartig die bis heute bekannten Baupläne von Tieren und Pflanzen entstehen. Im Karbon vor 315 Millionen bilden sich  Kohle,  Erdöl und Erdgas und springen riesige Insekten.

Fünfmal löschen Katastrophen fast alles wieder aus (vor 251 Millionen), bis das Leben vor 90 Millionen im Kreidezeitalter in voller Blüte steht. Seit dem Pleistozän vor etwa 40.000 Jahren ist es abwechselnd mal warm, mal kalt. Im zweiten Teil der Schau wird mit einer Kugelprojektion gezeigt, welche Kräfte heute auf die Erde wirken und wie Forschende inklusive des gesammelten Wissens der Vergangenheit  den Planeten beobachten. Sie weisen nach, dass hier Vieles einander beeinflusst: Sonneneinstrahlung, die Zusammensetzung der Atmosphäre, aktive Vulkane, Winde, sich entwickelnde Tiere und Pflanzen, Wasserströmungen oder die langsame, aber stetige Bewegung der Kontinentalplatten.

Und drittens geht es, wieder an sieben Stationen, um die aktuelle Forschung über das Klima und die Artenvielfalt. Hier kann man mit Experten „telefonieren“, einer Tigermücke ins Facettenauge blicken oder einen Tornado erzeugen. Denn die auf sieben Milliarden angewachsene Menschheit hat massive Auswirkungen auf das fein ausbalancierte System Erde. Angewiesen auf stabile Lebensbedingungen, muss sie nun mit den Folgen ihres Handelns klar kommen. -cal-

 
 

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