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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

OB Mentrup: „Wir sind Halle"

MITGEFÜHL: OB Mentrup trägt sich mit den Dezernentinnen Lisbach und Luczak-Schwarz in das Kondolenzbuch ein. Foto: Fränkle

MITGEFÜHL: OB Mentrup trägt sich mit den Dezernentinnen Lisbach und Luczak-Schwarz in das Kondolenzbuch ein. Foto: Fränkle

 

Tiefes Mitgefühl nach Attentat in Partnerstadt / Anschlag auch Terrorakt gegen uns

Nach dem Attentat in Karlsruhes Partnerstadt Halle, bei dem zwei Menschen beim höchsten jüdischen Fest Jom Kippur bei der Synagoge erschossen und zwei schwer verletzt wurden, schrieb OB Dr. Frank Mentrup seinem Hallenser Amtskollegen, Dr. Bernd Wiegand.

 „Jetzt hat ein solcher Anschlag in unserer Partnerstadt stattgefunden, die vielen von uns mit ihrer Geschichte, ihrem Stadtbild und ihren Menschen so vertraut und so nah ist, wir eine Familie darstellen. Und deshalb ist der Anschlag auch ein Terrorakt unmittelbar gegen jeden Einzelnen von uns, wir sind Halle, das spüren wir gerade jetzt ganz intensiv." Auch im Namen der Partnerstadt und ihrer Menschen übermittelt der OB „unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefstes Mitgefühl angesichts dieses Aktes antisemitischer und rassistischer Gewalt. In Gedanken sind wir bei den Opfern und allen, die ihnen nahe stehen".

Die Tat sei „nicht nur ein Angriff auf das Leben unschuldiger Menschen, sondern auch ein Angriff auf uns alle - auf unsere Grundwerte und Lebensvorstellungen, die eine demokratische, pluralistische und offene Gesellschaft auszeichnen." Mentrup weiter: „Wir wollen und werden uns daher weiter mit aller Macht antisemitischen und rassistischen Strömungen entgegenstellen. Sie zielen auf eine Spaltung unserer Gesellschaft ab. Es ist gerade eine wichtige Grundlage unserer Gesellschaft, dass alle Menschen ohne Ansehen von Religion, Nationalität oder Geschlecht die gleichen Rechte und den gleichen Wert haben. Eine Aushöhlung dieser Menschenrechte werden wir nicht zulassen."

Mentrup bat, die Karlsruher Anteilnahme und Unterstützung an die Jüdische Kultusgemeinde Halle und das Umfeld des betroffenen Ladengeschäfts weiterzugeben, ebenso wie an die Verletzten und an die Angehörigen der Opfer. Ebenso versicherte er dem Vorsitzenden der Jüdischen Kulturgemeinde Karlsruhe, Dr. Petr Kupershmidt an der Seite der Gemeinde zu stehen. Die Stadt hat im Rathausfoyer ein Kondolenzbuch ausgelegt, in das sich Bürgerinnen und Bürger  bis 25. Oktober eintragen können. -red-

 
 

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