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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

Radlerforum: Karlsruhe will Top bleiben

DIE SPERRUNG für Kfz nutzt dem Radverkehr. Foto: Fränkle

DIE SPERRUNG für Kfz nutzt dem Radverkehr. Foto: Fränkle

 

Aktuelle Radpolitik diskutiert

„Wir sind Deutschlands Fahrradhauptstadt. Wir sollten den ersten Platz nutzen, um den Vorsprung weiter auszubauen“, betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer letzte Woche im Radlerforum. Der strategische Überbau soll mit einem BYPAD-Audit (Bicycle Policy Audit) neu justiert werden.

Das Radlerforum besteht aus Vertretern von Gemeinderat, Dienststellen und Verbänden. Anders als beim BYPAD-Verfahren im Jahre 2005, als Karlsruhe die Radverkehrsförderung erstmals gezielt in Schwung bringen wollte, können die Radakteure 14 Jahre später auf eine Stadt schauen, in der die Radstadt Karlsruhe Top bleiben will.

Mit dem BYPAD-Audit soll das Leitbild „Radverkehr als System“ mit konkreten Maßnahmen und Zielen für die nächsten 10 bis 15 Jahre unterfüttert werden. Erstmals wird auch der Fußverkehr einbezogen. Zur Unfallstatistik 2018 des Polizeipräsidiums für Unfälle mit Rad-Beteiligung. Von den 588 Radunfälle mit Personenschaden ereigneten sich rund 50 Prozent an Unfallhäufungsstellen (innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle mit Personenschaden). Unter den ersten zehn sind Abschnitte, die nach erfolgten Umbauten aus künftigen Listen verschwinden dürften - etwa Kapellenstraße/Durlacher Tor. Bei fünf Unfällen in der Durlacher Allee/Alte Karlsruher Straße fuhren Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung. „Das muss man unterbinden“, so Zwirner. In die richtige Richtung geht es für den Radverkehr in der Kriegsstraße. Für die Zeit nach Fertigstellung der KASIG-Baumaßnahme wird bereits an einer durchgehenden Radfahranlage sowie Berücksichtigung der ab- und einbiegenden Radler an den Querungen geplant. Positiv aufgenommen wurde die Überlegung, Radlern zwischen Herren- und Sophienstraße eine Gleisquerung zu ermöglichen. Aus der Mitte des Gremiums kam die Bitte, Radfahrstreifen großzügig bemessen vorzusehen. „Das System ist extrem ausbalanciert mit allen Verkehrsarten“, so Fluhrer. Dennoch: Gerade an den großen Kreuzungen schaue man aktuell noch nach Optimierungen.  Beim den geplanten Maßnahmen ging es etwa um die Verbreiterung des Geh- und Radwegs entlang der L623. Untersucht wird unter anderem die Hans-Thoma-Straße stadteinwärts mit Kreuzungsbereichen. –rie-

 
 

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