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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

Stadtteile: Freudentag für Grötzingen

Foto: Knopf

Foto: Knopf

 

Mit einem Festwochenende feierte Grötzingen die Übergabe des frisch restaurierten Rathauses an die Bevölkerung. Ortsvorsteherin Karen Eßrich betonte dabei am Samstag, dass heute ein „Freudentag“ für Grötzingen sei. „Wir haben nun ein wahres Schmuckstück. Mit Sicherheit steht das schönste Rathaus Karlsruhes in Grötzingen“, so Eßrich.

OB Dr. Frank Mentrup lobte in seiner Festrede die sensible Restaurierung des Fachwerkhauses im Herzen des Malerdorfs. „Auf dass es die nächsten 350 plus ein Jahr überdauert. Grötzingen brummt voller Kraft in die Zukunft. Und dieses Haus stand schon immer im Zentrum des Ortes“, sagte der Karlsruher Rathauschef, der auch die Geschichte des Hauses Revue passieren ließ. Das Erdgeschoss stammt aus dem Jahr 1583, der Fachwerkoberbau ist im 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) zerstört worden, auch in der Bombennacht von 1944 gab es Zerstörungen.

Aber das Rathaus sei immer emotionaler Mittelpunkt von Grötzingen geblieben. Nun sei das Haus barrierefrei und mit WC sowie Wickeltisch ausgestattet. Ferner biete der sanierte Bürgersaal Raum für Ausstellungen für Künstler aus dem Malerdorf. „Man könnte es so formulieren: außen historisch, drinnen top-modern“, so Mentrup, der dem Stadtteil viel Freude mit dem „tollen Gebäude“ wünschte.

Ein Lob hatte er auch für den Architekten Konrad Lenzinger parat. Dieser gab Einblick in die aufwendige und äußerst komplexe Sanierungsarbeit des Objekts, das am Ende 1,6 Millionen Euro kostete. „Das lag auch daran, dass viele Schadstoffe zu Tage traten. Zink, Blei, Arsen, Quecksilber, Asbest. Wir haben jede Oberfläche des Hauses bearbeitet“, betonte Lenziger, ehe der Schlüssel übergeben und ein Hefezopf angeschnitten wurde (unser Bild).

 
 

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