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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Oktober 2019

Stadtteilentwicklung: Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut

BLICK AUF STADTTEIL: In und für Oberreut und seine 10.000 Einwohner läuft ein Prozess der Integrierten Stadtteilentwicklung. Foto: Fränkle

BLICK AUF STADTTEIL: In und für Oberreut und seine 10.000 Einwohner läuft ein Prozess der Integrierten Stadtteilentwicklung. Foto: Fränkle

 

Quartier gemeinsam voranbringen / Dem Hauptausschuss die Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken und Schwächen vorgelegt

Anfang des Jahres startete der Beteiligungsprozess zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut. Mit der mit Akteuren vor Ort erarbeiteten Bestandsanalyse liegen jetzt die Ergebnisse zu Stärken, Defiziten, Herausforderungen und Potenzialen des Stadtteils vor.

Der Hauptausschuss nahm die so genannte SWOT-Analyse auf seiner jüngsten Sitzung zustimmend zur Kenntnis. Diese gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erstellte  Auflistung sei bereits im Beschluss zum Rahmenplan der Integrierten Stadtteilentwicklung „fest verankert“ gewesen, unterstrich OB Dr. Frank Mentrup vor dem gemeinderätlichen Gremium. Und Bürgermeister Dr. Albert Käuflein sah in der bei Treffen mit der Interessengemeinschaft Oberreut, bei Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern sowie bei einer Befragungen vor Ort und online entstandenen Analyse einen „Zwischenbericht“, der helfe, den Stadtteil „gemeinsam weiter voranzubringen“.

Zu den Stärken Oberreuts gehören laut SWOT-Analyse die Wahrnehmung als grüner Stadtteil, die insgesamt guten Wohn- und Lebensbedingungen, ein hoher naturräumlicher Freizeitwert, die kulturelle und ethnische Vielfalt der Bevölkerung, eine große Zahl an Arbeitsplätzen sowie gefestigte Institutionen mit guter Zusammenarbeit. Beispiele dazu sind Bürgerverein, Weiße Rose, Anne-Frank-Schule, Ökumenisches Gemeindezentrum, Villa Regenbogen, Jugendgarten.

Die meisten Probleme bereiten dem Stadtteil sein schlechtes Image, die teilweise zu beobachtende Spaltung der Gesellschaft, das unterdurchschnittliche Sicherheitsempfinden, wenig ausgeprägte Identifikation mit dem Quartier und sinkendes Vertrauen untereinander.
Chancen für Oberreut sieht die Studie im partizipativen Ansatz des Entwicklungsprozesses, im breiten Wunsch im Stadtteil nach Aufwertung des Images und Verbesserungen, in der Verknüpfung von Naherholungspotenzialen oder im Bau eines Stadtteilzentrums sowie im Leitprojekt „Bunte Stadt“ für kulturelle Aktivitäten. Risiken stellen hingegen das schnelle Wachsen von Wohnflächen, die Verstärkung der Trennung ethnischer Gruppen, die Zunahme von Gewalt und von Kriminalität oder auch das fehlende ökologische Bewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung dar.

Im nächsten Schritt nach der Vorstellung der Analyse im Hauptausschuss stand am vergangenen Samstag das Stadtteilforum „Oberreut gemeinsam gestalten“ auf dem Programm. Dabei machten sich etwa 80 Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Bürgermeister Käuflein, städtischen Fachleuten und dem Büro, das den Prozess in Oberreut begleitet, weitere Gedanken über die Entwicklung. -trö-

 
 

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