Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2019

Grötzingen: OB Mentrup weiht Neubauten für Gemeinschaftsschule und Stadtteilbibliothek ein

LAUGENTEIG-SCHLÜSSEL nahmen Rektor Friedbert Jordan und Deborah Dörömbözi (beide Mitte) für Schule und Stadtteilbibliothek von Ortsvorsteherin Eßrich, OB Mentrup und Architekten entgegen.

LAUGENTEIG-SCHLÜSSEL nahmen Rektor Friedbert Jordan und Deborah Dörömbözi (beide Mitte) für Schule und Stadtteilbibliothek von Ortsvorsteherin Eßrich, OB Mentrup und Architekten entgegen.

 

“Aus einer sterbenden Schule ist wieder ein attraktiver Schulstandort geworden”, fasste Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Entwicklung der Augustenburg Gemeinschaftsschule in Grötzingen zusammen. Passend habe der Schulchor hierzu sein Lied ausgewählt und mit „die Welt ist schön, die Welt ist rund“ eigentlich alles gesagt.

„Es ist auch ein schöner Tag für Grötzingen“, betonte Mentrup bei der offiziellen Einweihung der beiden Neubauten von Schule und Stadtteilbibliothek. In seiner Begrüßungsrede ließ das Stadtoberhaupt auch Revue passieren, wie sich eine äußerst aktive Eltern- und Lehrerschaft gemeinsam mit dem Karlsruher Gemeinderat dafür einsetzte, dass Grötzingen zum Schuljahr 2012/13 eine der ersten Gemeinschaftsschulen Baden-Württembergs bekam. Nur kurze Zeit nach der Wegbereitung durch die Landesgesetzgebung. Heute bietet der altehrwürdige Stadtteil eine dreizügige Gemeinschaftsschule mit inklusivem Bildungsangebot. „Die Planung für das neue Gebäude war zugleich das erste Projekt, das ich zu Beginn meiner Amtszeit mitgestalten durfte“, erinnerte sich Mentrup. Groß sei zunächst der Schock gewesen, als bei der Sanierung der alten Räumlichkeiten Asbest gefunden wurde. Ein Neubau daher unausweichlich – und eigentlich eine Hiobsbotschaft für eine Schule, die gerade erst wieder eine neue Perspektive erhalten hatte, nachdem sie sich bereits in Auflösung befunden habe. „Für Schüler und Lehrer war die Bauzeit alles andere als ideal“, bestätigte Rektor Friedbert Jordan. „Hinter uns liegt eine arg beengte Zeit“, in der auch mal spontan der Unterreicht unterbrochen und verlegt werden musste, damit eine Wand durchbrochen werden konnte. Mit dem fertigen Neubau seien aber alle äußerst glücklich. „Wir hoffen, nun alles mit Leben füllen zu können“, so Jordan. Wie Architekt Peter Schwinde erläuterte, sei der Gedanke von „Schule als Dorfplatz“ zentral für die Gestaltung gewesen. Mit 23,6 Millionen Euro Baukosten, die einen Landeszuschuss von 3,2 Millionen enthalten, ist ein zukunftsfähiger und barrierefreier Neubau im Passivhaus-Standard und mit Blockheizkraftwerk entstanden. Hier finden sich Lernstudios, Inputräume für den Fachunterricht, spezielle Räume für Naturwissenschaften oder Sonderfächer, die Mensa ist zugleich Veranstaltungsraum. Aufgerüstet werden in den kommenden Jahren die Räume für Technik. -bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe