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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2019

Oststadt: Bernhardusplatz im Fokus

BÜRGER-INFO: Radverkehr, Wall-Abtragung oder Baumbestand waren Thema bei der Diskussion über den Bernhardusplatz. Foto: Knopf

BÜRGER-INFO: Radverkehr, Wall-Abtragung oder Baumbestand waren Thema bei der Diskussion über den Bernhardusplatz. Foto: Knopf

 

Bürger diskutierten die Planungen

Zu einer weiteren Infoveranstaltung über die künftige Gestaltung des Bernhardusplatzes (ab 2022) am Durlacher Tor lud kürzlich die Stadt ein. Rita Mettler vom Planungsbüro Mettler Landschaftsarchitektur referierte dabei über den aktuellen Sachstand.

Sie berichtete, dass viele Wünsche der Bürgerinnen und Bürger in den Prozess integriert wurden. Zu deren Wünsche zählen unter anderem ein beruhigter Bereich nördlich der Kirche, ein Wasserspiel, Sitzbänke, ein Stadtteilmarkt oder eine erhöhte Anzahl von Fahrradabstellplätzen. Sie berichtete, dass zwar sieben Bäume weichen, dafür aber 25 neue Bäume gepflanzt werden. Die Oststädter dürften sich auf einen „grünen Platz mit viel Schatten“ freuen.

Bei der Diskussion freute sich ein Anwohner auf eine Grünfläche mit vielen Bäumen, die den versiegelten Flächen trotzt. Auch das Wasserspiel, das sich an jenem am Festplatz anlehnen solle, wurde positiv betrachtet. Ein weiterer Diskutant sah die Wurzelfelder der Bäume jedoch zu stark zwischen den Marktständen eingezwängt. Eine weitere Befürchtung hegten etliche Bürger beim gut besuchten Termin im Gemeindezentrum St. Bernhard. Dass der Radverkehr über den Platz zunehme und zur „Rennstrecke“ mutiere.

Gerade da hier ein Spielplatz ist, sah mancher Oststädter ein Problem. Verkehrsplaner Ulrich Wagner erklärte, dass man den Platz bewusst für Radfahrer unattraktiv mache. Gerade auch der Kinderspielplatz befinde sich in einem abgetrennten Areal und sei keineswegs für den Radverkehr freigegeben. „Die Hauptverkehrsstrecke führt um den Platz herum. Wenn wir eine attraktive Route außen rum anbieten, wird diese auch genutzt “, betonte Wagner.

Mancher wiederum vermisste dennoch eine „klare Trennung“ der Verkehrsströme von Radfahrern, E-Rollerfahrern und Fußgängern. Auch der Wall respektive dessen Abtragung behagte diversen Diskutanten nicht. „Der Wall schafft Geborgenheit. Lasst ihn doch so bestehen, wie er ist“, sagte eine Frau in einem emotionalen Appell.

Klaus Weindel, der stellvertretende Leiter des städtischen Gartenbauamts, erklärte, dass er verstehe, dass der Wall derzeit eine Abschottung gegenüber der Baustelle am Durlacher Tor biete. Aber es handle sich um eine wichtige Verkehrsverbindung in die Oststadt. „Es wird keine Verschlechterung der Aufenthaltsqualität geben“, betonte Weindel. So mancher der Teilnehmer fand die geplante „Öffnung“ auch positiv. Der Planungsprozess wird zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern fortgeführt. -voko-

 
 

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