Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. November 2019

Gemeinderat: Nachhaltige Erholung

FREIZEIT IM FORST: Das PEFC-Erholungswaldzertifikat umfasst auch die Bereitstellung und Pflege von Erholungsorten. Foto: Fränkle

FREIZEIT IM FORST: Das PEFC-Erholungswaldzertifikat umfasst auch die Bereitstellung und Pflege von Erholungsorten. Foto: Fränkle

 

Stadtwald erhält künftig weitere PEFC-Zertifizierung

Bereits seit 2001 ist der Karlsruher Stadtwald für nachhaltige Bewirtschaftung zertifiziert. Grundlage ist das internationale Waldzertifizierungssystem PEFC, dessen vorrangiges Ziel die Dokumentation und Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Hinblick auf ökonomische, ökologische und soziale Standards ist.

Nun votierte der Gemeinderat einstimmig dafür, noch einen Schritt weiter zu gehen und den gesamten Stadtwald, also alle 19 Distrikte, als „PEFC Erholungswald“ zertifizieren zu lassen. Laut Beschlussvorlage der Verwaltung biete dies die Möglichkeit, die „Erholungs- und Freizeitinfrastruktur und die Angebote für die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger durch ein externes Audit qualitätssichern zu lassen“. Gleichzeitig sei es „eine Verpflichtung für die Stadt, den Erholungswert des Stadtwaldes zu sichern“.

Die Standards für die Erholungswald-Zertifizierung sehen zwei Stufen vor. Am Anfang steht das sogenannte Erholungskonzept, dass Elemente wie die Zielformulierung, Flächenauswahl, Waldästhetik, Instrumente für Konfliktmanagement, Verkehrssicherung und Waldpädagogik umfasst. Auch die Infrastruktur muss dargestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel Sitzbänke, Grillstellen sowie Spiel- oder Sportplätze. Dazu müssen die erforderlichen Ressourcen, das Monitoring und die Kooperation mit Partnern sichergestellt sein.

In der zweiten Stufe dreht sich alles um die Umsetzung. Dies beinhaltet unter anderem die Pflege der Einrichtungen, die Anbindung an den Wald, den Wegeausbau oder das Schaffen vielfältiger Waldstrukturen. Aber auch die Beschilderung zu Orientierungs- und Informationszwecken ist wichtig. Da die Voraussetzungen weitestgehend erfüllt seien, bedarf es laut Verwaltung „keiner zusätzlichen personellen und finanziellen Mittel“.

Darauf verwies in der Debatte auch Friedemann Kalmbach (FW/FÜR), den es freute sich „offiziell mit dem Label Erholungswald schmücken“ zu können. Thomas Hock (FDP) sprach dem Wald „absolute Wichtigkeit“ zu und Renate Rastätter (GRÜNE) begrüßte die Vorlage „ausdrücklich“, da es dem „erweiterten Nachhaltigkeitskonzept“ der Stadt entspreche, die Waldästhetik betone und die Waldpädagogik stärke. -gem-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe