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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. November 2019

Musengaul: Neue Orte für Skulpturen beim Staatstheater

Der "Musengaul" vor dem Badischen Staatstheater. Foto: Fränkle

Der "Musengaul" vor dem Badischen Staatstheater. Foto: Fränkle

Abbau des "Musengaul". Foto: Fränkle

Abbau des "Musengaul". Foto: Fränkle

 

Die Vorschläge zur Umsetzung der neun Skulpturen beim Badischen Staatstheater billigte die städtische Kunstkommission unter Vorsitz von Dezernent Dr. Albert Käuflein. Notwendig ist das wegen der Um- und Neubaumaßnahmen im und um das Theater.

Bis auf den „Musengaul“, der als einziges Werk in den Gestaltungswettbewerb einfließen soll, bekommen alle anderen nach Absprache mit ihren Schöpfern oder Nachlassverwaltern ab Herbst neue Standorte. Der „Musengaul“ und die „Muse 90“ von Jürgen Goertz werden ab 30. April Teil einer Ausstellung mit 23 Werken des Bildhauers im Hortus Palatinus des Schlossgartens Heidelberg. Zuvor werden sie restauriert. Abtransportiert wurden sie am 28. Oktober.

Noch nicht gleich betroffen ist Franz Bernhards „Vitale Form“ einer menschlichen, sich aufrichtenden Gestalt am Bühneneingang. Sie soll ihren neuen Platz im Lustgarten Hohenwettersbach  finden, sofern der Ortschaftsrat zustimmt. Seine als Leihgabe zur Verfügung gestellte Arbeit „Haus am Boden“, symbolisch die Existenz und Zivilisation des Menschen ausdrückend, nimmt Werner Pokorny auf die Ettlinger Wilhelmshöhe zurück. Wilhelm Loths „Doppeltorso“ weiblicher Formen könnte im Umfeld der Kunstakademie eine neue Heimat finden. Das dezentrale Doppelschild des Platzes der Grundrechte von Jochen Gerz, das sich mit der Frage der Lüge im kantischen Sinne beschäftigt, soll im Foyer des Staatstheaters aufgestellt werden. Die Skulpturen „Sonne und Mond" von Markus Lüpertz will die Städtische Galerie in ihr Umfeld integrieren. Der „Steinerne Fluss der Zeit" von Voré  als „Sinnbild der Stadt auf dem die Dramaturgie der Geschichte abgetragen wird",  wird seine Wirkung im Skulpturenpark Wettersbach entfalten.

 
 

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