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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. November 2019

Pilotprojekt: Ohne Grenzen für Gesundheit

 

Dienstleistung vereinfachen

Wer in Europa grenzüberschreitend Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen möchte, scheitert oft an bürokratischen Hürden. In der deutsch-französischen Grenzregion gehört ist dies bald Vergangenheit.

Ein europäisches Pilotprojekt hat Lösungsansätze erarbeitet und seine Ergebnisse am 23. Oktober in Straßburg präsentiert. „B-Solutions“ verspricht eine Vereinfachung der grenzüberschreitenden, administrativen Verfahren im Bereich der Krankenversicherung. Zur Realisierung schuf der EVTZ Eurodistrikt PAMINA eine sachkundige Partnerschaft mit Vertretern des INFOBEST-Netzwerks am Oberrhein sowie dem Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz in Kehl, die um das Trinationale Kompetenzzentrum für Gesundheitsprojekte (TRISAN) des Euro-Instituts ergänzt wurde.

TRISAN war mit der Analyse und methodischen Aufarbeitung von gemeldeten Problemfällen betraut. „Für die Menschen in Karlsruhe und der Region wird dadurch der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen im Nachbarland vereinfacht. Gleichzeitig profitieren die Dienstleister in Karlsruhe, wie beispielsweise das Städtische Klinikum, vom Abbau der administrativen Hindernisse im Bereich der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung", begrüßt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge. Auch der Präsident des EVTZ Eurodistrikt PAMINA, Rémi Bertrand, zeigte sich positiv.

Realisiert werden konnte das Projekt durch eine Förderung der Europäischen Union. Diese startete 2018 einen Aufruf, verantwortlich war die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG). Am Ende des Aufrufes standen zehn Initiativen zur Beseitigung von Hindernissen an verschiedenen EU-Binnengrenzen, die jeweils eine Förderung über 20.000 Euro erhielten. Ebenso wie die Lösungen der anderen neun Pilotprojekte sollen die Inhalte des Aktionsprotokolls in andere Grenzregionen Europas übertragbar sein. Neben lokalen und regionalen Akteuren sowie der EU ist auch die nationale Ebene gefordert. Die Projektpartner wollen hier die neuen Möglichkeiten des Aachener Vertrages nutzen. -red-

 
 

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