Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. November 2019

Zukunft Innenstadt: Wenn Pläne verschmelzen

LUPENBEREICH für das neue Innenstadt-Konzept soll etwa die Karlstraße im Bereich Stephan- und Europaplatz werden. Foto: Fränkle

LUPENBEREICH für das neue Innenstadt-Konzept soll etwa die Karlstraße im Bereich Stephan- und Europaplatz werden. Foto: Fränkle

 

Stadt arbeitet an Innenstadtkonzept / City mit klarer Identität

Einem Teilschritt für das IQ-Thema "Zukunft Innenstadt" stimmte jüngst der Planungsausschuss einhellig zu. Bürgermeister Daniel Fluhrer, Vorsitzender des Gremiums, präsentierte gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt einen Zeitplan, mit dem die Karlsruher City in ihrer unverwechselbaren Identität weiterentwickelt werden soll.

Ein besonderer Blick gilt dabei dem absehbaren Ende der Baustellen-Situation. Hierfür analysierte die Verwaltung neben dem im Mai vorgestellten "City-Gutachten", das die "Zukunftsfähigkeit der Innenstadt als Einzelhandelsstandort 2030" beleuchtet, zudem Stärken und Schwächen der City. Zu Gast waren hierfür Vertreter des thematisch erfahrenen Kopenhagener Büros GEHL. Aus dem Treffen gingen Anregungen hervor, auf deren Basis die Stadt nun eine europaweite Ausschreibung vorbereitet. Diese soll Strategien sowie einige Entwürfe für Lupenbereiche enthalten – etwa die Karlstraße im Bereich Stephan- und Europaplatz, ausgewählte Höfe oder Teile der künftig schienenfreien Kaiserstraße.

Kern der Empfehlungen und des Vorhabens ist, so viele bereits vorhandene Konzepte wie möglich in ein gemeinsames Leitprojekt zu verschmelzen. Etwa das Mobilitätskonzept, das Plätze- und Höfekonzept, der Verkehrsentwicklungsplan, das Räumliche Leitbild, der Licht- sowie der Klimaanpassungsplan oder auch das Parkraumkonzept. Hierdurch will die Verwaltung einen Prozess anstoßen, der auch mit dem Gemeinderat ausdiskutiert werden soll. Durch die Ausschreibung sucht die Stadt ein Büro, das diesen Prozess begleitet.

Parallel ist für die Öffentlichkeit ein Beteiligungsprozess vorgesehen. Um den finanziellen Rahmen des Vorhabens abzustecken, hat Karlsruhe Erfahrungswerte bei anderen Städten eingeholt. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro Mitte 2020 losgehen. Mit Fertigstellung des Marktplatzes Ende 2020 soll dann ein grobes Konzept stehen, das mit Hilfe von Lupenbereichen 2021 verfeinerte werden kann. Ein solches "Raum- und Mobilitätskonzept Karlsruhe Innenstadt" hielte die Stadt somit noch vor Beginn des Rückbaus der Kaiserstraße und vor Inbetriebnahme der Kriegsstraße in Händen. -bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe