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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. November 2019

Sanierung: Maßnahmen für Retentionsraum Oberfüllbruch vorgestellt

Pfinzentlastungskanal. Foto: RP Karlsruhe

Pfinzentlastungskanal. Foto: RP Karlsruhe

 

Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant die Sanierung des Retentionsraums Oberfüllbruch. Der seit den Dreißigern bestehende Raum liegt westlich der A5 im Norden der Stadt nahe Büchig/Blankenloch.

Er dient dem Rückhalt von Hochwasser aus dem Pfinzentlastungskanal und kann auf bis rund einen Meter über Geländehöhe gestaut werden. Ein Projektbegleitkreis soll eine Lösung finden, die die technischen Anforderungen an das Hochwasserschutzbauwerk in naturverträglichem Rahmen erfüllt. Diese Planung war Gegenstand der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit mit Naturschutzbeirat der Stadt.

An der Durchführung beteiligt sind neben dem Regierungspräsidium Karlsruhe Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Fachbehörden der Städte Karlsruhe und Stutensee, des Landratsamts, der Naturschutzverbände, von Jagd und Fischerei, des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg sowie Ingenieurbüros für die technische und Umweltplanung. Das Vorhaben umfasst die Ertüchtigung der Dämme und Maßnahmen an den Ein- und Auslassbauwerken.

Der Auslass in die Pfinz-Überleitung wird östlich versetzt neu gebaut. Künftig soll ein zusätzlicher Auslass über ein zweites Bauwerk in den Pfinz-Entlastungskanal erfolgen, um eine raschere Entleerung zu erreichen. Anstelle der dortigen 800 Meter langen Überlaufschwelle wird es ein neues steuerbares Einlassbauwerk zum Füllen des Retentionsraums geben. Über tiefergelegte Wege soll das einströmende Wasser besser verteilt werden und so optimales Einstauen ermöglichen. Dadurch sind Eingriffe in den Wald erforderlich. Kartierte Habitatbäume, etwa mit Fledermäusen oder geschützten totholzbewohnenden Käferarten werden berücksichtigt. Unvermeidbare Eingriffe werden kompensiert. Der Galeriewald entlang der Pfinz kann erhalten werden. Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Entwurfsplanung. Im nächsten Schritt wird die Genehmigungsplanung ausgearbeitet. Anfang 2020 trifft sich der Projektbegleitkreis zu seiner abschließenden Sitzung. Danach wird die Planung bei der Unteren Wasserbehörde der Stadt Karlsruhe zur Planfeststellung eingereicht. Mit dem Baubeginn ist frühestens 2022 zu rechnen. -red-

 
 

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