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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. November 2019

Stadtwald: Totes Holz und neues Leben

TOTHOLZ IM Karlsruher Stadtwald. Foto: Forstamt/Stadt Karlsruhe.

TOTHOLZ IM Karlsruher Stadtwald. Foto: Forstamt/Stadt Karlsruhe.

 

Das Alt- und Totholzkonzept im Stadtwald fördert Artenvielfalt und Biodiversität. Das Forstamt legte 20 Flächen fest, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden.

Zudem bleiben mehr als 80 Baumgruppen so lange stehen, bis sie von selbst zusammenbrechen. Daher gibt es im Stadtwald 44 Festmeter Totholz pro Hektar (landesweit 33 Festmeter). Genauso wichtig ist die natürliche Baumverjüngung. Aber das Forstamt muss auch nachhelfen und neue Bäume pflanzen. Durch die Trockenheit 2018 und Baumkrankheiten entstanden freie Flächen. Die Forstleute beobachten, wo sich der Wald natürlich wieder entwickelt und wo man ihm helfen muss. Etwa dann, wenn nicht einheimische Pflanzen (Neophyten) überhandnehmen und verhindern, dass die Samen der Bäume keimen und anwachsen können. Gepflanzt werden trocken- und hitzeresistente Baumarten wie Eichen und Esskastanien. Leider machen dem Wald und den Bäumen auch eingeschleppte Krankheiten zu schaffen, gegen die sie kaum Abwehrstoffe haben. So bewirkt beim Eschentriebsterben ein aus Ostasien stammender Pilz, dass in ganz Mitteleuropa Eschen, vor allem junge, großflächig absterben. Das ist für den Wald und die Forstleute besonders schwierig, weil dann die junge Waldgeneration fehlt und nichts nachwächst. Auf einigen dieser Flächen werden diesen Winter abgestorbene Eschen mit einer Forstmaschine (Harvester) entnommen, weil sie extrem brüchig und umsturzgefährdet sind, so dass es zu gefährlich wäre, sie mit der Motorsäge zu fällen. Gepflanzt werden ab Frühjahr, gefördert vom Land, Laubbäume mit Ziel eines artenreichen, klimarobusten Laubmischwalds. -red-

 
 

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