Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2019

Fachforum „Zukunft Innenstadt“: Projekte und Planungen

OFFEN UND BESPIELBAR wird Karlsruhes „Wohnzimmer“ nach dem Umbau von Kaiserstraße und Marktplatz sein. Ideen, wie die Zukunft aussehen könnte, kamen auch beim Fachforum zur Sprache. Foto: Fränkle

OFFEN UND BESPIELBAR wird Karlsruhes „Wohnzimmer“ nach dem Umbau von Kaiserstraße und Marktplatz sein. Ideen, wie die Zukunft aussehen könnte, kamen auch beim Fachforum zur Sprache. Foto: Fränkle

 

Interaktiver Abend mit Diskussion dreht sich um Marktplatz und Kaiserstraße

„Wenn weiterhin alles so gut läuft, wird der Marktplatz die unproblematischste Baustelle sein, die ich in meiner bisherigen Amtszeit begleiten durfte“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup mit einem Augenzwinkern die Teilnehmenden des „Fachforums Zukunft Innenstadt“.

Sechs Marktstände erwarteten vorigen Freitag nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Akteure aus Handel und Wirtschaft in der Industrie- und Handelskammer. Zum ersten Mal hatte sich das jährlich stattfindende Einzelhandelsforum mit dem interaktiven Format einen neuen Anstrich gegeben. Und so standen Fachleute aus städtischen Dienststellen neben Experten aus städtischen Gesellschaften allen Interessierten Rede und Antwort.  Etwa 80 Teilnehmende hatten sich zum Angebot des fachlichen Austauschs eingefunden und informierten sich rege – ganz im Unterschied zum Vorgehen der vergangenen Jahre mit einer „Frontalbespielung“ des Publikums. „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, das bestehende Forum deutlich zu verändern“, erläuterte OB Mentrup. Nicht zuletzt sei dies eine Erkenntnis im Rahmen des Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit der Karlsruher City als Einzelhandelsstandort gewesen.

Daraus resultierte eine Empfehlung des Beratungsunternehmens CIMA, die bestehenden Dialogformate zu überarbeiten“, so Mentrup. Wichtig sei ihm zudem, das „Korridorthema Zukunft Innenstadt“ des städtischen IQ-Prozesses transparent zu machen. „Das heißt: Wir wollen regelmäßig über die Projekte informieren, die innerhalb des Korridorthemas umgesetzt werden. Und wir wollen Sie alle – da, wo es machbar ist – inhaltlich beteiligen.“ Dies schien den Rückmeldungen von allen Beteiligten nach beim Fachforum gelungen zu sein. Mit Fokus auf den Karlsruher Marktplatz hatten sich die Teilnehmenden über dessen neue Nutzungsschwerpunkte ausgetauscht und den aktuellen Sachstand des Umbaus von Marktplatz und Kaiserstraße diskutiert, dazu das Sicherheitskonzept für die Innenstadt beleuchtet.

Ferner Gegenstand waren das vorgestellte Konzept für öffentlichen Raum und Mobilität, die anschaulich aufbereiteten Ergebnisse des CIMA-Gutachtens und die nächsten Schritte zur Realisierung der Kombilösung. Auf dem Herzen lagen den Besuchern Themen wie Bäume und Bänke auf dem Marktplatz, Fahrradparkhäuser, eine Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes, konsumfreie Bereiche in der City oder mehr Aufenthaltsräume für Jugendliche. Auch wenn einige Themen an den Marktständen aufschlugen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht beeinflussbar waren, fiel das Fazit von Tiefbauamt, Stadtplanungsamt, Ordnungsamt, Amt für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung oder Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft durchweg positiv aus. „Heute Abend ist erneut deutlich geworden, dass der Marktplatz künftig vielseitig nutzbar sein soll“, fasste OB Mentrup die Rückmeldungen zusammen. Als Gedankenanstoß berichtete er außerdem von einem Besuch im schwedischen Stockholm, das mit sehr hellen Sommern und langen dunklen Wintern eine eigene Idee entwickelt hat: Dort gibt es Sommerstraßen, die in den hellen Monaten für den Verkehr gesperrt und für die Gastronomie freigegeben werden. -bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe