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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2019

Klimapartnerschaft: Gegenseitig und dem Klima helfen

AUSTAUSCH: BM Lisbach und KEK-Geschäftsführer Vogeley mit Gästen aus der ecuadorianischen Klimapartner-Kommune. Foto: KEK

AUSTAUSCH: BM Lisbach und KEK-Geschäftsführer Vogeley mit Gästen aus der ecuadorianischen Klimapartner-Kommune. Foto: KEK

 

Neue kommunale Führung aus Ecuador zu Besuch / Aufforstung, Mülltrennung, Umweltbildung

Seit 2015 unterhält Karlsruhe eine Klimapartnerschaft mit San Miguel de Los Bancos in Ecuador. Gemeinsam werden Projekte zu Aufforstung, Umweltbildung, Abfallmanagement geplant und umgesetzt. Jüngst erfolgte der Antrittsbesuch der neuen kommunalen Führung in Karlsruhe.

Mit einem lebensgroßen, hölzerneren Tukan als Geschenk betrat Verwaltungsleiter Gustavo Araujo das Büro von Bürgermeisterin Bettina Lisbach. Der markante Vogel ist „ein Zeichen für die Artenvielfalt in Ecuador“, eine der größten weltweit. In beiden Kommunen bleibt viel zu tun in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, war Konsens.

Wie Karlsruhe leidet die Gemeinde seit einigen Jahren im Sommer unter großer Trockenheit. Vergangenes Jahr wurde ein Wassernotstand ausgerufen, da die Flussläufe in großen Teilen ausgetrocknet waren. Um die Quellen zu schützen, sollen Wasserschutzgebiete eingerichtet und dort zahlreiche Bäume gepflanzt werden. Karlsruhe engagiert sich ohnehin mit Bundesmitteln für die Wiederaufforstung des global wichtigen, großflächig verloren gegangenen Nebelwaldes in Ecuador, das der namensgebende Äquator durchzieht. Im Rahmen der Klimapartnerschaft konnte wie berichtet eine Aufforstung mit 9000 Jungbäumen umgesetzt werden.

Für Anfang Dezember ist eine andere gemeinsame Aktion geplant: Menschen in Karlsruhe und San Miguel sammeln zeitgleich in den Wäldern Setzlinge, um die an anderer Stelle als Zukunftsbäume einzupflanzen. Die Kommunen wollen weiter gemeinsame Projekte umsetzen und die benötigte Bevölkerung eng einbinden. „Thema war auch, wie Karlsruhe San Miguel de Los Bancos unterstützen kann, Abfalltrennung einzuführen.

Dabei können wir auf die Erfahrungen aus Galapagos zurückgreifen, wo Karlsruhe vor über zehn Jahren ein integriertes Abfallkonzept aufbaute“, erklärte der Geschäftsführer der die Klimapartnerschaft koordinierenden Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), Dirk Vogeley. Er betonte, in Sachen Umweltbildung „können wir in Karlsruhe viel von unseren Partnern lernen“. -red-

 
 

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