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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Dezember 2019

Stimmen aus dem Gemeinderat: DIE LINKE: Schulverpflegung ist mehr als Nahrungsaufnahme

Karin Binder, Vorstandskollektiv DIE LINKE-Fraktion

Karin Binder, Vorstandskollektiv DIE LINKE-Fraktion

 

Die Qualität des Schulessens soll künftig bei der Auftragsvergabe an Caterer einen höheren Stellenwert bekommen. Ökologische und soziale Standards sollen berücksichtigt werden. Kurze Lieferwege für das fertige Essen, der Einsatz von regionalen, saisonalen und von Bioprodukten sollen zudem einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

DIE LINKE fordert, dass auch soziale Standards eingehalten werden. Die Mitarbeiter*innen der Caterer müssen sozialversichert und tariflich beschäftigt werden. Wir meinen, dass Dumpingangebote mit Beschäftigten in Niedriglöhnen mit der Verpflichtung auf den Baden-Württembergischen Branchentarifvertrag auszuschließen sind. Denn Qualität kann nur von qualifizierten Mitarbeiter*innen geliefert werden.

Das Bildungskonzept unserer Ganztagesschulen steht und fällt mit einem guten Verpflegungskonzept. Mit hungrigem Magen kann sich kein Kind konzentrieren und gut lernen. Aber ein guter Schulabschluss ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil für die spätere Existenzsicherung. Ein gemeinsames Mittagessen, das schmeckt, entscheidet darüber, ob das Angebot auch angenommen oder ob das Geld der Eltern lieber für den Dickmacher Fastfood ausgeben wird. Ernährungsbedingte Krankheiten sind später vorprogrammiert. Gute Schulverpflegung ist deshalb die beste Prävention und Investition in eine gesunde Zukunft unserer Kinder.

Karin Binder
Vorstandskollektiv
DIE LINKE-Fraktion

 
 

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