Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2019

City of Media Arts: Leuchtgloben für Medienkunststadt

LEUCHTGLOBEN-INSTALLATION auf dem Balkon des Rathauses. Dr. Albert Käuflein, Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche, Lichtkünstler Rainer Kehres und OB Dr. Frank Mentrup vor der Installation. Foto: Fränkle

LEUCHTGLOBEN-INSTALLATION auf dem Balkon des Rathauses. Dr. Albert Käuflein, Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche, Lichtkünstler Rainer Kehres und OB Dr. Frank Mentrup vor der Installation. Foto: Fränkle

 

Mit der Leuchtgloben-Installation auf dem Balkon des Rathauses verhält es sich wie mit dem Geschehen auf Kinoleinwänden – von weiter hinten sieht man besser, lassen sich Lichtspiele und Botschaften als Gesamtheit erfassen.

Der Lichtkünstler Rainer Kehres hat die blaue Kaskade aus 99 Globen anlässlich der Aufnahme Karlsruhes als erster und einziger deutscher Stadt in das weltweite UNESCO-Netzwerk als „Creative City of Media Arts“ erdacht. Weitere lokale Medienkunstprojekte sollen folgen. Ab Mitte Januar fördert die Stadt deshalb Ideen Karlsruher Kunst- und Medienschaffender sowie internationalen Austausch mit einem ausgewiesenen Budget.

Medienkunst gehöre zur DNA Karlsruhes, der Titel sei „Auszeichnung und Auftrag zugleich“, erklärte OB Dr. Frank Mentrup am Montag vor den Medien. Internationalisierung müsse „noch stärker zum Wesenszug unserer Stadt“ werden, Kooperationsnetzwerke wie auch Partnerschaften mit dem globalen Süden seien auszubauen. Medienkunst zähle zum „Markenkern“ Karlsruhes, lenkte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein den Blick auf längst vorhandene und „nun goutierte“ Schwerpunkte und Potenziale. Beispiele gibt es zuhauf. Yoreme Waltz bekundete das große Interesse von „Tanz Karlsruhe“, weiter an der Schnittstelle von Tanz und Medienkunst zu arbeiten, Gerald Rouvinez (Kulturring) informierte über die „Schwein gehabt“-Kulturnacht im Mai, die um einen Licht- und Medienkunstwettbewerb erweitert werde, und Oliver Langewitz (Filmboard) verwies auf das internationale Echo der „Independent Days“ und Kooperationen mit Uganda und Indien. Beste Kontakte in alle Welt unterhält fraglos das ZKM, dessen Direktor Peter Weibel eine lange Liste innovativer Ausstellungsformate verlas, die auf Wanderschaft durch alle Erdteile gingen und die Menschen begeisterten. „Wir waren schon immer gut“, versprach sich Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche vom für die Bewerbung entwickelten Aktionsplan der kommenden vier Jahre neue Impulse und die Vertiefung bestehender Projekte. Die Leucht-„Kaskade“ ist bis 16. Februar zu sehen, viertelstündlich erinnert die Laufschrift „Karlsruhe. UNESCO City of Media Arts“ an den Ehrentitel. Die Globen hängen kopfüber mit dem Südpol nach oben. Damit veränderten sich laut Kehres „die Perspektiven in der sprichwörtlichen Weltanschauung“.  -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe