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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Dezember 2019

Stadionneubau: Zeit der Stadion-Planung ist vorbei

MIT DEM SYMBOLISCHEN SPATENSTICH wurde am Montag im Wildparkstadion der Vollumbau offiziell begonnen. Foto: Fränkle

MIT DEM SYMBOLISCHEN SPATENSTICH wurde am Montag im Wildparkstadion der Vollumbau offiziell begonnen. Foto: Fränkle

 

Spatenstich für den Vollumbau im Wildpark / Fertigstellung im Sommer 2022

Drei Viertel des alten Stadions im Wildpark wurden in den vergangenen dreizehn Monaten abgerissen, zwei provisorische Tribünen errichtet und weitere Vorabmaßnahmen durchgeführt. Am Montag begann mit dem symbolischen Spatenstich offiziell der Vollumbau des Wildparkstadions durch den von der Stadt beauftragten Totalunterneh-mer BAM Sports GmbH.

Zunächst entstehen Tribünenplätze an der Stelle der alten Gegentribüne, danach in der Südkurve. Während der Spielbetrieb des KSC weiter läuft, soll bis Mitte 2022 der Vollumbau abgeschlossen werden.

„Die Stadt will ein jahrzehntelanges Kapitel städtischer Sportgeschichte endlich vollenden“, zeigte sich OB Dr. Frank Mentrup optimistisch, mit „mit Blick auf den KSC in der Stadionfrage einen Heimsieg für Karlsruhe als Sportstadt und für den Fußball“ einzufahren. Wenngleich in Sachen Finanzierung, Planung und Detailfragen die Emotionen in den vergangenen Monaten hoch gegangen seien und „nicht immer ganz fair“ der Ball hin- und her gespielt worden sei, zeigte sich Mentrup überzeugt, „dass am Ende die Fußballfans“ auch das moderne Stadion für über 34.000 Besucher bekommen werden. Vor einem Jahr wurde es bei einem Bürgerforum im Bürgerzentrum „Südwerk“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders dankte der OB dem Gemeinderat, der zunächst die Mittel für den Vollumbau freigab und dann nochmal zusammen mit dem KSC das Geld für die Vorabmaßnahme habe fließen lassen.

Der Neubau werde enger, steiler, lauter und „damit deutlich emotionaler“, erwartet Baubürgermeister Daniel Fluhrer nach der Umsetzung der „großzügigen Stadionarchitektur“ durch die im Stadionbau erfahrenen professionellen Partner den Aufstieg des Stadions in eine neue Liga. Das Gleiche wünschte er sportlich dem zweitklassigen KSC.

Auf dem Weg gebe es noch „viele Hürden gemeinsam zu überwinden“, sprach sich BAM Sports-Geschäftsführer Axel Eichholtz für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Nicht zuletzt stelle der Stadionumbau im laufenden Sportbetrieb eine sowohl technische als auch logistische Meisterleistung dar. Er sei aber froh, dass die Zeit der Planung endlich vorbei sei und die Zeit des Baus und der Umsetzung beginnen könne.
Von einem „historischen Moment“ sprach KSC-Präsident Ingo Wellenreuther. Schließlich sei der Neubau für den Verein von existenzieller Bedeutung. Man hätte zwar „alles früher haben können“ merkte er an, „unterm Strich“ erwarte er nun aber ein „ganz tolles Stadion“. Im Rahmen des Budgets müssten noch „einige Dinge“ optimiert werden, um wirtschaftlich arbeiten und damit auch die Pacht an die Stadt zahlen zu können. Ein topmodernes Stadion schmücke auch die Stadt Karlsruhe, appellierte Wellenreuther an OB Mentrup, alle Energie ins Projekt fließen zu lassen, um „alle Probleme schnell und mit Vernunft zu lösen“.  -fis-

 
 

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