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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Dezember 2019

Silvester: In böllerfreier Zone in das neue Jahr

GROSSFLÄCHIGE SCHILDER  wurden von OB Dr. Frank Mentrup, Ursula Orth, Vermögen und Bau, Ordnungsamtsleiter Dr. Björn Weiße, Erster Kriminalhauptkommissar Ralf Minet sowie KME-Geschäftsführer Martin Wacker vorgestellt. Foto: Fränkle

GROSSFLÄCHIGE SCHILDER wurden von OB Dr. Frank Mentrup, Ursula Orth, Vermögen und Bau, Ordnungsamtsleiter Dr. Björn Weiße, Erster Kriminalhauptkommissar Ralf Minet sowie KME-Geschäftsführer Martin Wacker vorgestellt. Foto: Fränkle

 

Auf dem Karlsruher Schlossplatz ist Silvesterfeuerwerk verboten / Angebot für Familien / OB Mentrup freut sich auf fröhliches Feiern ohne Kracher / Konzept zur Umsetzung

An Silvester ist auf dem Karlsruher Schlossplatz das Abfeuern von Raketen und Böllern jeglicher Art verboten. Die feuerwerksfreie Zone umfasst auch den gesamten Veranstaltungsbereich der Stadtwerke Eiszeit. Besucherinnen und Besucher aller Generationen, die ein fröhliches und böllerfreies Feiern in das neue Jahr miterleben wollen, sind dort aber herzlich willkommen.

„Mit einer an Silvester böllerfreien Zone in der Karlsruher Innenstadt kommen wir einem vielfach aus der Bevölkerung geäußerten Wunsch nach“, betont Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Die Stadt habe „das vor allem von Familien mit Kindern geäußerte Anliegen gerne aufgegriffen“, appelliert Mentrup an die Karlsruherinnen und Karlsruher, das Angebot der feuerwerksfreien Zone zu nutzen.

Der OB freut sich schon heute darauf, „wenn dort am Silvesterabend die Menschen friedlich und fröhlich miteinander feiern und ohne Störungen und Gefahren durch Feuerwerkskörper ins neue Jahr hinein kommen“. Auf der Stadtwerke Eiszeit gibt es darüber hinaus ein auf den Jahreswechsel zugeschnittenes Programm (siehe dazu auch den Artikel „Feiern auf und neben dem Eis“).

Großflächige Schilder

Damit das Konzept der böllerfreien Zone auch aufgeht, werden die Besucherinnen und Besucher des Schlossplatzes bereits an den Zugangswegen durch großflächige Hinweisschilder deutlich auf das Abbrennverbot für Feuerwerkskörper hingewiesen. Zudem wird der Kommunale Ordnungsdienst das Geschehen an den Zugangsstraßen im Blick behalten, dort gleichzeitig aber auch für Fragen zur Verfügung stehen. Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst überwachen die Einhaltung des Verbots und achten darauf, dass auch wirklich keinerlei Feuerwerk auf dem Schlossplatz gezündet wird.

„Da das böllerfreie Angebot auf dem Schlossplatz auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung entstanden ist, gehen Stadt und Polizei von einer breiten zustimmenden Haltung aus“, unterstreicht der Leiter des Ordnungs-und Bürgeramts (OA), Dr. Björn Weiße. Dennoch werden Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst und der eingesetzte Sicherheitsdienst die Situation vor Ort im Blick haben und, so Weiße, „wenn nötig auch einschreiten“.

Regeln einhalten

Diejenigen, die an Silvester weiterhin Feuerwerkskörper abbrennen wollen, „können dies selbstverständlich auch in diesem Jahr an anderen Stellen in der Karlsruher Innenstadt tun“, erinnert der OA-Leiter daran, dass sich jede Person „des Risikos im Umgang mit Feuerwerkskörpern bewusst sein“ solle. Jedes Jahr zeigt in der Silvesternacht oder am Neujahrsmorgen der Blick in Notaufnahmen der Krankenhäuser, welche Folgen ein unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk verursachen kann. Regelmäßig kommt es auch zu Bränden mit entsprechenden Sachschäden.

Stadt und Polizeipräsidium Karlsruhe raten daher zur Vorsicht beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern und zur Beachtung rechtlicher Regelungen. Feuerwerkskörper dürfen etwa nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie von besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen abgebrannt werden. Auch aus Menschenmengen heraus ist Vorsicht geboten: „Bei absichtlichem Beschießen anderer Personen können schnell Straftatbestände wie Körperverletzungsdelikte mit schwerwiegenden Gesundheitsfolgen entstehen“, betont Erster Kriminalhauptkommissar Ralf Minet vom Polizeipräsidium Karlsruhe. Übrigens darf selbst an Örtlichkeiten, an denen ein Abbrennen von Feuerwerkskörpern möglich ist, dies nur am 31. Dezember und 1. Januar geschehen.

Das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) bittet alle „Silvester-Feuerwerker“, ihre leeren Behältnisse und Hinterlassenschaften wieder mitzunehmen und fachgerecht zu Hause zu entsorgen. Das AfA arbeitet am 1. Januar ab 6 Uhr mit doppeltem Personal, die Reinigung der Plätze und Straßen ist wesentlich zeitintensiver geworden. Aber grundsätzlich müssen alle, die Straßen und Plätze verschmutzen, selbst für deren Reinigung sorgen. -trö-

 
 

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