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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Januar 2020

Städtepartnerschaften: Appetit auf Krasnodar machen

VOR DER TAFELAUSSTELLUNG über das Forum Kultur diskutieren in der Walter-Eucken-Schule (V.l.) Czychi, Bychkov, die Studierenden mit Oleinik und rechts Wiederkehr. Foto: Fränkle

VOR DER TAFELAUSSTELLUNG über das Forum Kultur diskutieren in der Walter-Eucken-Schule (V.l.) Czychi, Bychkov, die Studierenden mit Oleinik und rechts Wiederkehr. Foto: Fränkle

 

Studierende der Kuban-Universität entwickelten spannendes Kulturforum im Internet

Wie lebendig die Städtepartnerschaft mit Krasnodar ist, bewiesen jüngst sechs von zwölf Studierenden aus dem Regionalen Deutschen Ausbildungszentrum (RDAZ) der Kuban-Universität. Sie stellten in der Walter-Eucken Schule ihr vom deutschen Außenministerium gefördertes Projekt „Kulturforum“ samt einer Ausstellung mit 16 Tafeln vor.

Ziel ist, so Initiator und Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar, Manfred Czychi, mit einem Internetportal Lust auf das  reichhaltige Kulturleben der südlichen Metropole zu machen und so  den Tourismus anzukurbeln (forum.krasnodar-karlsruhe.de und Instagramm: Instagramm.com/kulturforum.krd_ka).

Vom 1. Juli bis 31. Dezember erwarben die hervorragend Deutsch sprechenden  Studierenden zunächst in Praktika bei den BNN, dem Badischen Tagblatt, dem SWR, Baden TV, dem Staatstheater, der Musikhochschule und dem Kulturamt journalistisches Know-How. Sie freuten sich außerdem über Einblicke in  Medienstrukturen, Teamarbeit und die Karlsruher Kulturszene und gaben das Erlernte zu Hause gleich in eigenen Seminaren weiter.

Für ihre Internetseiten, gegliedert nach Veranstaltungen, Orten und Personen schrieben sie ohne Vorgaben und Zensur über selbst gewählte Themen, stellten Fotos ein und etablierten eine Kommentarfunktion. Da rückt etwa die Krasnaja Straße, das kulturelle Zentrum, in den Fokus. Lisa entwarf eine Stadtführung über Kopfhörer zu teilweise riesigen  Kunst-Graffittis. Lyubov widmete sich Großstadtlegenden wie einer verfluchten Straßenbahn oder Hexen.

Zu finden sind  Interviews mit Theaterschauspielern oder Sänger Toni aus Karlsruhe, Victoria stellte das Jugendtheater vor, Veronika und Alina präsentieren Buchhandlungen, wo alle lesen, Kaffee trinken, fotografieren, Veranstaltungen und Ausstellungen organisieren können. Alina gründete den auch für Privatleute attraktiven Sprachclub „Aber bitte auf Deutsch“ und  im Space X entstand eine Brücke, die sogar Tesla-Chef Elon Musk interessierte.

Der für Partnerschaften verantwortliche Hauptamtsleiter Martin Wiederkehr dankte neben Czychi Professorin Dr. Marina Oleinik und Dr. Sergey Bychkov wie den Medienpartnern ohne die das für den Tourismus wichtige Kulturforum nicht möglich gewesen wäre. Daraus könne vielleicht ein Reiseführer entstehen. Die Studierenden wiederum sind auf  der Suche nach Mitstreitenden und Nachfolgern. -cal-  

 
 

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