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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Januar 2020

Hauptausschuss: Bundesweiten Zensus abwarten

Leerstandskataster nach 2021 wieder auf Tagesordnung

Die Einrichtung eines Leerstandskatasters, das nicht genutzten oder anderweitig verwendeten Wohnraum in Karlsruhe auflistet, ist vorerst vom Tisch. Der Hauptausschuss schloss sich am Dienstag auf seiner jüngsten öffentlichen Sitzung dem Vorschlag von OB Dr. Frank Mentrup an, das Thema zunächst zu verschieben und die Ergebnisse des nächsten bundesweiten Zensus abzuwarten.

Dieser findet im Jahr 2021  statt und  „erfragt dann auch die Größe und Dauer des Leerstands in Gebäuden“, betonte die Leiterin des Amts für Stadtentwicklung Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig vor dem gemeinderätlichen Gremium. Auf der Grundlage der dabei „ermittelten aktuellen und belastbaren Zahlen“, soll das Thema dann wieder auf die Tagesordnung, sicherte Mentrup zu.

Die bisher aus dem Zensus 2011 stammenden Daten, nach denen Karlsruhe auf der Skala der baden-württembergischen Großstädte in Sachen Leerstand und der als Ferienwohnung genutzten Räumlichkeiten ganz am hinteren Ende steht, gäben laut Verwaltung ohnehin keinen Anlass derzeit ein Kataster oder ein Zweckentfremdungsverbot einzuführen.

Diese beiden Mittel sowie die Auflistung der Wohnungsdaten aus den vorbereitenden Untersuchungen für Sanierungsgebiete hatten DIE LINKE. und die Grünen zuvor in unterschiedlichen Anträgen gefordert, zeigten sich dann aber mit dem von OB Mentrup vorgeschlagenen Vorgehen einverstanden.

In der  Debatte hatte Lukas Bimmerle (LINKE) für das Kataster als  „kleines Instrument gegen die Wohnraummisere“ geworben, CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch dies wegen fehlender belastbarer Zahlen als „reinen Aktionismus“ zurückgewiesen. Die Verwaltung will bis zu den Ergebnissen des Zensus 2021 den Markt vor allem mit Blick auf Ferienwohnungen  beobachten, um bei wesentlichen Veränderungen tätig werden zu können.

Grundsätzlich setzt die Stadt auf Freiwilligkeit und, sieht so Mentrup, „die Wohnraumakquise als „probates Mittel gegen Wohnungsnot“. -trö-

 
 

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