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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Januar 2020

Jubiläen: Noch täglich online und ein Leben lang aktiv

ZWEI HUNDERTJÄHRIGE: Oskar Nadenau mit Ortsvorsteherin Elke Ernemann Foto: pr

ZWEI HUNDERTJÄHRIGE: Oskar Nadenau mit Ortsvorsteherin Elke Ernemann Foto: pr

Marta Raffler mit Gratulant Tamm Foto: Homberg

Marta Raffler mit Gratulant Tamm Foto: Homberg

 

Zwei rüstige Hundertjährige feierten in der Waldstadt und in Grötzingen im Familienkreis seltenen Geburtstag

Über einen stolzen 100. Geburtstag darf sich Oskar Nadenau freuen. Mit dem rüstigen Senior aus der Waldstadt freuen sich seine Frau (96), Kinder, Enkel, Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel.

Neben Karlsruhe lebt ein Teil der Verwandtschaft in Südfrankreich. Nadenau ist geistig völlig rege, arbeitet zu Hause am Laptop, archiviert Fotos mit digitaler Software und macht seine Bankgeschäfte online. Was das Geheimnis seines langen Lebens ist? „Es ist wichtig, dass man beschäftigt ist und seine grauen Zellen auf Trab hält“. Wichtig sei ihm immer der Schachsport gewesen, selbst im Ausland hat er Turniere gespielt. „Das hält einen geistig fit“, sagt der Mann, der seit ihrem Bau in der Waldstadt lebt.

Aufgewachsen ist er in der Südstadt, wo er den Friseur-Salon des Vaters übernahm. Später arbeitete er als Handelsvertreter. Seit mehr als 70 Jahren ist er mit seiner Frau Anna glücklich verheiratet. Trotz nahezu unüberbrückbarer Differenzen: Sie ist FC Bayern-, er KSC-Fan. „Sie kennt fast jeden Spieler der Bayern“. Stadträtin Elke Ernemann überbrachte Blumen und die besten Wünsche von OB Mentrup. -voko-

Marta Raffler hat ihr ganzes persönliches Lebensjahrhundert in Grötzingen gewohnt. Geboren wurde sie 1920 in dem früheren Malerdorf. Ihre schwäbische Mutter war kurz zuvor mit ihrem aus Grötzingen stammenden Mann in dessen Heimat gezogen. Die Jubilarin war später mit Gerhard Raffler verheiratet und brachte Sohn Walter zur Welt. Der ihr eine Enkelin, einen Enkel sowie in der folgenden Generation einen Urenkel bescherte.

Ihren 100. Geburtstag feierte die noch immer Aufmerksame und Interessierte im AWO-Seniorenzentrum „Hanne-Landgraf-Haus“ in Grötzingen. Der 1974 eingemeindeten, zuvor eigenständigen Kommune seit jeher verbunden, erhielt Raffler Gratulation und Grüße von Oberbürgermeister und Ministerpräsident naheliegend von einem Vertreter der Ortsverwaltung.

Während des Urlaubs von Ortsvorsteherin Karen Eßrich übernahm dies ihr Stellvertreter, Ortschaftsrat Titus Tamm. Wie man so alt werden kann, wusste die Jubilarin selbst nicht so genau. Sie habe eben immerzu gearbeitet, bis zur Verrentung als Leiterin des Vertriebs in einem Grötzinger Metallbetrieb. -erg-

 
 

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