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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Januar 2020

Planungsausschuss: Ruhiger Stadtplatz mit viel Grün

Bernhardusplatz: Ausschuss befürwortet aktuelle Planung/Barrierefrei zur Oststadt

Ein grüner, baumbestandener Platz mit Wasserspiel, viele Sitzgelegenheiten, ein Standort für einen Stadtteilmarkt, ein Kiosk und die Einbeziehung des Areals zwischen St. Bernhard und Heinrich-Meidinger-Schule bis zur Bernhardstraße ("Kleiner Bernhardusplatz"): In die aktuelle Planung des Durlacher Tors/Bernhardusplatzes sind viele Anregungen der Bürgerschaft geflossen. Letzte Woche sprach sich der Planungsausschuss unter Leitung von Dezernent Daniel Fluhrer dafür aus, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

So will das Gremium hier einen ruhigen Aufenthaltsort vieler Nutzungen schaffen. Auch die Verbindung zwischen Bernhardusplatz und Oststadt durch Öffnen des Walls zu stärken, wird grundsätzlich positiv gesehen. Großes Thema war der Radverkehr. Diesen müsse man aus den beruhigten Zonen herausziehen. Das war auch dringendes Anliegen der Bürgerbeteiligung - zuletzt im Oktober 2019. Hier sagte Fluhrer zu, dass sich die Verwaltung dieses Themas im Zuge der weiteren Planung annehmen werde. Ziel müsse sein, die Außenbeziehung rund um die Platzfläche für den Radverkehr zu stärken. Ein gutes Angebot gibt es heute schon durch die ausgebauten Teilabschnitte der Stadtteilroute Durlacher Tor/Hagsfeld. Auf diese zentrale Radachse konnten bereits positive Verlagerungseffekte festgestellt werden. Ein Knackpunkt ist auf der Südseite des Platzes, wo die Verwaltung noch einmal prüfen wird, ob die Planung für das stadteinwärts führende Radangebot noch optimiert werden kann.

Anlass, sich mit der Umgestaltung des Bernhardusplatzes zu befassen, ist der Bau des Stadtbahntunnels. Dieser geht mit Umbauten für das Durlacher Tor einher. Mit der Umgestaltung ist das Büro Mettler beauftragt. Es hatte den Wettbewerb zur Umgestaltung von Marktplatz und Kaiserstraße (unter anderem mit Bernhardusplatz) gewonnen. Durch Wegfall der Bertholdstraße reicht der Platz nun bis St. Bernhard und Schule. Der Bernhardusplatz ist mit viel Grünfläche konzipiert. Großflächig soll Fläche entsiegelt werden. Rund 30 neu zu pflanzende Bäume, Pflanzschollen und ein Wasserbecken mit Wassersprudlern sollen dem Klimawandel Rechnung tragen. Durch Abtragung des Walls im Bereich der Kirche ist die Verbindung zwischen Durlacher Tor, und "Kleinem Bernhardusplatz" künftig barrierefrei.

Der Bereich der Ludwig-Wilhelm-Straße bis zur Bernhardstraße wird  auf Wunsch aus der Bürgerschaft in die Planung integriert. Er soll behutsam erneuert werden. Tischtennisplatte und Trinkbrunnen bleiben erhalten. Zum Verweilen sollen Sitzelemente einladen, die den Platz strukturieren und ruhigere Bereiche etwa im Bereich des Spielplatzes schaffen. Der Spielplatz wird im Frühjahr 2020 saniert. Die Planung für das Gesamtareal vom Durlacher Tor bis Bernhardstraße wird weiter konkretisiert mit dem Ziel, 2023 mit der Umsetzung zu beginnen. -rie-

 
 

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