Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Januar 2020

Zoologischer Stadtgarten: Erster Umbau-Baustein für Südamerikahaus

UMGEZOGEN: Im Raubtierhaus haben Totenkopfäffchen ein neues Heim mit Kunstfelsen, Kletter- und Interaktionsflächen.  Foto: Zoo

UMGEZOGEN: Im Raubtierhaus haben Totenkopfäffchen ein neues Heim mit Kunstfelsen, Kletter- und Interaktionsflächen. Foto: Zoo

 

Neue Affen-Anlage

Die ersten Tage schnappten sich die Totenkopfäffchen etwas zum Beißen – Apfelschnitze oder Bananenstücke – und setzten sich in die Absperrbox, Blickrichtung „Backstage: Affenfernsehen“. Hauptdarsteller: Michael Heneka, Revierleiter im Zoo für Affen und Raubtiere, und sein Team.

Denn die großen Scheiben zum Besucherraum waren uninteressant, waren sie doch noch mit Lehmfarbe bestrichen. Also beobachteten die vom Exotenhaus umgezogene elfköpfige Mädelsgruppe arbeitende Tierpfleger. Letzten Freitag nun wurde die neue, 60 Quadratmeter große Anlage im Innenraum des Raubtierhauses als erster Teil des Umbaus zu einem Südamerikahaus eröffnet – jetzt mit Sichtscheiben für Ein- und Ausblicke. Und so kann nun auch Safo die flink von Ast zu Ast hüpfenden Äffchen sehen – hier also „Katzenfernsehen“ für die alte Löwin.

Mit einem Kriechgang können Kinder und gelenkige Erwachsene „gefühlt ins Gehege der Affen krabbeln“, so Zooleiter Dr. Mathias Reinschmidt.  „Komplikationen“ hat es beim Umbau immer wieder gegeben. Denn: Für Tiere bauen, da liegt die Tücke oft im Detail, weiß Zooarchitektin Eva Kaltenbach. Wo brauchen Pfleger Einsichtsfenster, wo sollen UV-Lampen hin, wie bekomme ich Oberlichter und Lüftung so verkleidet, dass die neugierigen Äffchen nicht alles runterpopeln. Rund 460.000 Euro hat der Umbau gekostet, darin enthalten auch die vergrößerte Futterküche, wo Zoogäste Einblick in die Arbeit der Tierpfleger erhalten.

Vom Zuchtbuchführer gibt es die Empfehlung für ein Männchen. Sobald die Totenkopfäffchen eine Außenanlage haben – im Bereich der Ponywiese, ohne diese aufzulösen – soll daher ein Männchen ins Matriarchat einziehen. Der Umbau des Raubtierhauses zum Südamerikahaus – das alte musste der Erweiterung der Elefanten-Freianlage weichen – erfolge schrittweise, informierte  Reinschmidt. So sind im Raubtierbereich Gehegevergrößerung und  der Ersatz der Gitter durch Scheiben geplant. Leben die Luchse auf ihren „Hügel“ am Lauterberg, kann ihr altes Gehege umgestaltet werden. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe