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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2020

Bürgerbüros: Für alle eine gute Lösung

SEHR GUT BESUCHT war das neue Bürgerbüro Ost in Hagsfeld schon zur Eröffnungsfeier. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, Groß und Klein, überzeugten sich vom ansprechenden Raum-Ambiente. Foto: Fränkle

SEHR GUT BESUCHT war das neue Bürgerbüro Ost in Hagsfeld schon zur Eröffnungsfeier. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, Groß und Klein, überzeugten sich vom ansprechenden Raum-Ambiente. Foto: Fränkle

 

Neues Bürgerbüro Ost eröffnet / Digitalisierung und persönlicher Kontakt wichtig

„Seid willkommen, hier bei uns in Hagsfeld“, sangen Viertklässler der örtlichen Grundschule vor einer Woche zur Eröffnung des neuen Bürgerbüros Ost, Karlsruher Straße 23, das Montag den Betrieb aufnahm. OB Dr. Frank Mentrup griff die Zeile auf, die das besondere Selbstbewusstsein der Stadtteilbevölkerung zeige und zur einladenden Ausstattung, zum Angebot der Anlaufstelle passe. Diese trage außerdem dazu bei, Hagsfelds kleines Zentrum dort am Leben zu erhalten, „dass die Menschen sich wohlfühlen, ins Gespräch kommen“.

Alle Verantwortlichen gehen wie die Vor-Ort-Mitarbeiterinnen des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) samt neuer Führungskraft davon aus, dass ihr Service guten Anklang findet. Um sich, die Kinder, den Hund an- oder abzumelden und dergleichen mehr (karlsruhe.de). „Letztlich für alle eine gute Lösung“, konstatierte das Stadtoberhaupt, nachdem der vorherige Standort (Beuthener Straße, 1996 als erstes der neuen dezentralen Bürgerbüros eingerichtet, zuletzt aber zu beengt und technisch kaum leistungsfähig) nicht zu halten war. Zwischenzeitlich stand das Bürgerbüro wie die Vielzahl zur Debatte. Karlsruhe werde sich auch auf dem Feld stetig weiterentwickeln und wie beim Servicezentrum Auto und Verkehr Kompetenzen bündeln, aber zugleich breit aufgestellt bleiben.

Von drei Säulen sprach Dezernent Dr. Albert Käuflein: telefonischer Service über die zentrale Rufnummer 115, digitaler Service, bei dem Vorreiter Karlsruhe den Erwartungen gerade junger Menschen gerecht werden wolle, und persönlicher Kontakt. Die Info-Theke am Eingang des offen gestalteten Bürgerbüros hob OA-Leiter Dr. Björn Weiße als heute selbstverständliches Instrument der Ansprache statt anonymer Flure wie angenehme Wartesessel hervor, die aber hoffentlich selten lange zu nutzen seien.

Einer der nun sechs statt drei Schalter ist barrierearm, Gebühren sind am Kassenautomaten zu entrichten, zukünftig geplant: ein Selbstbedienungsterminal im Foyer. Neben dem der Sparkasse, die ihre Filiale sonst räumte, was Stadtrat Thorsten Ehlgötz früh erfahren und der Verwaltung als Chance vermittelt hatte. Auf dem neuen Stand ist die Einrichtung mit einem Gerät, das Passfoto, Fingerabdruck, Unterschrift erfassen und weiterleiten kann. Das digitale Bürgerbüro im Rathaus am Marktplatz, noch Testlabor, soll mehr Anwendungen bieten, sobald Rechts- und Technikrahmen stehen. „Solange ich Verantwortung trage“, versicherte Käuflein aber ebenso, „sind alle Säulen gleichwertig“. -mab-

 
 

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