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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2020

Fütterungsverbot: Vögel nicht füttern

 

Verbot im öffentlichen Grün/Krähen brauchen nichts

Letztes Jahr stellten städtische Mitarbeitende wiederholt fest, dass in den öffentlichen Grünanlagen Vögel aller Art gefüttert wurden. Das darf nicht geschehen. Die Stadt hat Hinweisschilder zur Vermeidung von Fütterungen in Grünanlagen (etwa in der Fanny-Hensel-Anlage) aufgestellt. Grundlage ist die Straßen- und Anlagenpolizeiverord¬nung.

Hintergrund sind die negativen Auswirkungen an den Futterplätzen. Diese können Keimstätten von Krankheitserregern sein, die auch auf den Menschen übertragbar sind. Ausgelegte Lebensmittelreste und illegale Fütterungen führen zu Überpopulationen, die sich nachteilig auf die Tiergesundheit auswirken können. Die Gewöhnung an den Menschen kann Probleme wie mangelndes Fluchtverhalten, mangelnde Furcht vor Hunden oder nicht wohlgesonnenen Menschen hervorrufen. Zudem weist die Verwaltung darauf hin, dass Vögel, besonders Rabenvögel, Fütterung des Menschen nicht brauchen. Sie, also auch Krähen, sind konkurrenzstark und können sehr gut für sich selbst sorgen.

Auch der Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass die Fütterung von Rabenvögeln ökologisch unsinnig ist und unter Umständen zu Schäden in der heimischen Vogelwelt führen kann. Um ökologische Schäden und Verunreinigungen der Grünanlagen zu vermeiden, bittet die Stadt um Beachtung des Verunreinigungsverbots. Wer sich nicht an diese Regelungen der Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Außerdem gilt in allen Naturschutzgebieten und flächenhaften Naturdenkmalen ein striktes Fütterungsverbot für Krähen und andere Vögel. In den vergangenen Jahren wurden leider immer wieder ungenehmigte, ökologisch nachteilige Fütterungen wie beispielsweise im Naturschutzgebiet Alter Flugplatz Karlsruhe festgestellt. Auch für die Naturschutzschutzgebiete gilt, dass Zuwiderhandlungen erhebliche Bußgelder bewirken können. Der Wortlaut der Verordnung findet sich unter https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/s-1-1.php.

Die Stadt erarbeitet derzeit ein Biodiversitätskonzept. Im Rahmen der städtischen Öffentlichkeitsarbeit wird auch hinsichtlich der Fragen zur ökologisch sinnvollen Fütterung informiert werden.-red-

 
 

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