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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2020

KombiNews: Konstruieren, bewehren, bohren

ENDSPURT: Nur wenige Meter Kraftfahrzeugtunnel sind westlich des Ettlinger Tors bis zum Kombibauwerk herzustellen. Foto: KASIG

ENDSPURT: Nur wenige Meter Kraftfahrzeugtunnel sind westlich des Ettlinger Tors bis zum Kombibauwerk herzustellen. Foto: KASIG

 

Karlsruhes künftige Leittunnel wachsen strukturell und im Innenleben/In der Kriegsstraße fließt pausenlos Beton/Elektroarbeiten für Bahnbetrieb

Im Mittelteil der Kriegsstraße läuft der Bau des Kraftfahrzeugtunnels in vollen Zügen. Derweil im Bahntunnel weiter dessen spätere Nutzbarkeit vorangetrieben wird.

Beim Umbau der einst bis zu zehn Spuren breiten Durchgangsstraße zum City-Boulevard mit oben liegender Gleistrasse und Autotunnel darunter entsteht der Rohbau aktuell im den Baufeldern W3 und W4 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor sowie in O4 zwischen Ettlinger Tor und Meidingerstraße. Dort fließt pausenlos Beton: zur Herstellung der Tunnelsohle und -außenwände sowie der Mittelwand, die die Richtungsspuren im Tunnel voneinander trennt, sowie des Tunneldeckels. Am westlichen Ende der Großbaustelle Kriegsstraße ist der östliche Teil von W1, zwischen Ritter- und Kriegsstraße, bis auf Endtiefe ausgehoben. Dort wird, erklärte die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung, das Planum als Basis der Bewehrung für die Tunnelsohle aufgebaut.

In einem anderen Bereich verankern die Arbeiter noch den Grubenverbau in der unteren Lage und glätten ihn mit Spritzbeton. Direkt östlich des Karlstors und unter demselben – also im Bereich der noch existierenden alten Straßenunterführung, deren Abbruch nun wie zuletzt berichtet erfolgt – wird die Weichgelsohle hergestellt. Zunächst stehen Bohrungen an. In Teilen von O4 und O3 wird ebenfalls noch Erdreich bis hinunter zur zweiten Ankerlage ausgehoben. Am Ostende (O2, Mendelssohnplatz bis Beginn Ludwig-Erhard-Allee) werden Notgehwege in der nördlichen Röhre angelegt und Schlitzrinnen zur Abwasserentsorgung in der Südröhre. Indes spielen sich die Arbeiten in O1 unten wie oben (Innenaus- und Straßenbau) ab. Auf der Südseite der Ludwig-Erhard-Allee (Nordseite fertig) entsteht die endgültige Fahrbahn mit Rad-und Gehwegen.

Der Innenausbau des Bahntunnels (unter Kaiserstraße und Via Triumphalis / Südabzweig) läuft parallel natürlich ebenfalls weiter. Montiert ist inzwischen der Schallschutz an den Rampenwänden, der das Geräusch der ein- und ausfahrenden Bahnen reduzieren soll. Hand-werker stellen in den U-Haltestellen unter anderem weiter Terrazzo-Böden und -Treppenstufen her. Auf dem Marktplatz widmen sich Monteure den Rauch-Wärme-Abzügen für die größte künftige Station. Von zentraler Bedeutung sind die auch weiter voranschreitenden Elektro-Arbeiten an Leitungen und Geräten – etwa für Bahnbetrieb, Fahrgastkomfort, Rolltreppen, Fahrstühle und Beleuchtung. -red-/-mab-

 
 

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