Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2020

Radverkehr: Bypad-Verfahren gestartet

Radeln in Karlsruhe: Die gezielte Förderung wird wahrgenommen. Foto: MMG

Radeln in Karlsruhe: Die gezielte Förderung wird wahrgenommen. Foto: MMG

 

Fuß- und Radverkehr bewertet / Erste Analyse zum Auftakt

Wie beurteilen Stadtverwaltung, Politik sowie Verbände und Interessengruppen die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer? Beim ersten Arbeitstreffen im Rahmen des aktuelle BYPAD-Verfahrens zeigte sich, dass sich 15 Jahre gezielte Radverkehrsförderung bemerkbar macht: Die Ist-Situation wird im Vergleich zu 2005 deutlich positiver bewertet.

Beim Großteil der knapp 30 Fragen zum Status Quo sahen die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops den Ansatz, „Radverkehr als System“ zu fördern, erfüllt. Im BYPAD-Verfahren werden Handlungsfelder auf einer vierstufigen Skala beurteilt. „Radverkehr als System“ entspricht Level 3, Level 1 steht für „Feuerwehrprinzip", Level 2 für den isolierten Ansatz. Bei Level 4 ist die absolute Spitze erreicht. Erstmals ins Audit-Verfahren einbezogen ist der Fußverkehr.

Auch wenn der Blickwinkel der städtischen Akteure bei Maßnahmen durchaus dieser Zielgruppe gilt: Es fehle der strategische Gesamtansatz war Meinung in der BYPAD-Gruppe. Nicht verwunderlich ist daher, dass die Ist-Situation im Vergleich zum Radverkehr schlechter beurteilt wurde. Bei vielen der 15 Fragen lagen am Ende die Werte um die Stufe 2. Für das BYPAD-Verfahren wurde die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV-Alrutz) beauftragt. Auch 2005 hatte das Unternehmen die Karlsruher Akteure mit dieser standardisierten Qualitätsmanagement-Methode auf dem Weg zum ersten Aktionsplan zum Radverkehr (20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs) begleitet.

Die unter Bürgermeister Daniel Fluhrer tagende Arbeitsgruppe hatten letzte Woche das städtische „Rad-Handeln“ auf Feldern wie Infrastruktur, zielgruppenspezifische Angebote oder auch Kommunikation und Vernetzung bewertet. Die höchste Bewertung (3,5) gab es für die Ermittlung der Bedürfnisse der Radfahrenden. Luft nach oben sah man unter anderem bei der Koordination von Aktivitäten und Maßnahmen mit Nachbargemeinden (Stufe 1,5) Viele Anstrengungen, aber lange noch nicht systematisch, lautete oft die Einschätzung beim Fußverkehr.

Ausnahme Instandhaltung der Fußverkehrsflächen: Das verdiene eine glatte 3. Die meisten Defizite beim Fußverkehr wurden bei der Orientierung im Stadtgebiet gesehen (Stufe 1,2). Die Ist-Analyse wird beim Stadtbauforum "Neue Wege für Fuß und Rad " am 5. März ab 20 Uhr bei der IHK vorgestellt. Der Aktionsplan für den Fuß- und Radverkehr mit konkreten Maßnahmen und messbaren Zielen für die nächsten zehn bis 15 Jahre soll bis Mai erarbeitet werden. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe