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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2020

Gemeinderat: Sicher Radfahren in Karlsruhe

SICHERHEIT AUF GETEILTER FAHRBAHN: Vorgezogene Haltlinien und Radaufstellstreifen sorgen für bessere Sichtbarkeit und somit ein besseres Miteinander auf Karlsruher Straßen. Foto: Fränkle

SICHERHEIT AUF GETEILTER FAHRBAHN: Vorgezogene Haltlinien und Radaufstellstreifen sorgen für bessere Sichtbarkeit und somit ein besseres Miteinander auf Karlsruher Straßen. Foto: Fränkle

 

Wichtiges Anliegen für Stadt und Politik / Gemeinderat diskutiert diverse Anträge / Zustimmung für Maßnahmen der Verwaltung

Laut ADFC-Fahrradklima-Test ist Karlsruhe die fahrradfreundlichste Großstadt in Deutschland. Die große Bedeutung des Radverkehrs spiegelte sich auch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wider. Gleich vier Anträge widmeten sich dem Radeln in der Fächerstadt. Sicherheit stand dabei im Vordergrund, aber auch die Rheinbrücke war Thema im Plenum.

Letztere vor allem durch einen Antrag von FW/FÜR, der forderte, die Chance einer separaten Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Rhein zu prüfen. Diese würde rund 21 Millionen Euro kosten, erläuterte die Verwaltung zum ergänzenden Antrag der AfD. Vorrangiges Ziel sei es aber, dass die zweite Rheinbrücke einen Geh- und Radweg erhalte, bekräftigte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Hier wolle er nicht locker lassen, keine „Alternativplanungen“ anfangen. Zudem solle im Raumordnungsverband zur Radschnellwegeplanung nachgefragt werde. Damit wurden beide Anträge als erledigt betrachtet.

So auch ein SPD-Vorstoß, der fahrradfreundliche Straßenbahnschienen zum Thema machte. Laut SPD-Fraktion sollten die Verkehrsbetriebe (VBK) prüfen, ob sich ein Modell aus Basel mit Gummieinlagen in den Schienen auch auf Karlsruhe übertragen lasse. Obwohl das Plenum dem Antrag allgemein skeptisch gegenüber stand, zeigte sich Bereitschaft, die Ergebnisse aus Basel abzuwarten. Mit diesen könne das Thema laut OB Mentrup bei den Straßenbahnverantwortlichen vorgebracht werden.

In den Fachausschuss verwiesen wurde ein Antrag von KAL/Die PARTEI zur Errichtung eines Radwegs zwischen Hagsfeld und dem Durlach Center, da es laut OB Mentrup im Plenum „durchaus unterschiedliche Einschätzungen“ dazu gäbe. Dieses Vorgehen wurde allgemein begrüßt. Ebenfalls hatte die Fraktion separat beantragt, an allen Ampelanlagen an denen sich Autos und Fahrräder die Straße teilen, Haltestreifen für den Radverkehr einzurichten, um sowohl den Verkehrsfluss als auch die Sicherheit zu verbessern. Für den Antrag wie auch für die unterstützende Antwort der Verwaltung sowie deren Vorschlag zur Umsetzung gab es breite Zustimmung der Ratsmitglieder. Mentrup versicherte, dass sich die Stadt eine solche Anpassung „für alle Kreuzungen“ vornehme, die sowieso umgebaut werden sollen. Zudem bat er die Stadträtinnen und Stadträte darum, aktiv zu werden und der Verwaltung Bescheid zu geben, falls sie „bestimmte Kreuzungen im Blick haben“. -gem-

 
 

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